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CLOPPENBURG CLOPPENBURG - 8500 Bahnsportenthusiasten – so viele wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr – haben am Sonnabend dem letzten Cloppenburger Grasbahnrennen im Stadion einen würdigen Rahmen verschafft. „Es ist schade, dass es in diesem herrlichen Stadion keine Rennen mehr geben wird. Umso mehr freut es mich, dass ich das letzte Rennen hier gewonnen habe“, sagte Tagessieger Robert Barth bei der Siegerehrung. Vielen sprach der Doppelweltmeister aus Memmingen damit aus der Seele. Da das Stadion völlig umgestaltet werden soll, muss der MSC Cloppenburg weichen.

Barth war in der internationalen Lizenz mit einem zweiten Platz mäßig gestartet, steigerte sich aber von Rennen zu Rennen. Mit zehn Punkten für den Sieg im Tagesfinale holte sich der Weltrekordhalter mit 25 Zählern den Gesamtsieg vor Enrico Janoschka (Güstrow, 22)) und dem 44-jährigen Bernd Diener (MSC Werlte, 20).

Zwei seiner Hauptkonkurrenten hatten sich zuvor durch einen spektakulären Sturz selber aus dem Rennen geworfen. Im Kampf um die Spitze attackierte der niederländische Vorjahressieger Theo Pijper den deutschen Spitzenfahrer Stephan Katt und berührte dessen Hinterrad. Pijper landete in der Bande, Katt dahinter. Beide kamen erstaunlicherweise leicht verletzt davon.

Zuvor hatte es die britischen Gespannfahrer Colin Backburn und Carl Pugh sowie Miles Simmons und Kevin Wodley böse erwischt. Ihre 1000-ccm-Aggregate kollidierten nach dem Zieleinlauf und überschlugen sich. Wie durch ein Wunder kamen die vier Briten mit leichten bis mittleren Verletzungen davon. Sieger wurde das Duo John Halsey/Jason Glenie (16 Punkte) mit einem Punkt Vorsprung vor Duncon Tolhurst/Rob Patterson. Dritte wurden Rob Wilson/Ian Whale (11).

Die B-Lizenz gewann Volker Striepe (MSC Schwarme, 18) vor dem punktgleichen Thorsten Haupt (MSC Cloppenburg) und Kay Scheibe (AC Rastede, 11).

Auf Grund der durch die Stürze eingetretenen Verzögerungen wurde der Angriff auf den Bahn- und Weltrekord nicht mehr gestartet.

Das war weniger schlimm. Denn zum absoluten Renner waren die Läufe der Bahnikonen Egon Müller, Willi Duden, Jan Käter, Karl Maier, Ewald Scheele, Walter Scherwitzki, Josef Huckelmann, Uwe Gessner und Co. avanciert. Die Altmeister stellten eindrucksvoll unter Beweis, dass sie nichts verlernt haben. Mit waghalsigen „Ritten“ begeisterten sie ihre aus ganz Europa angereisten Fans. Ältester Stahlschuhartist war Cloppenburgs Lokalmatador Jan Käter. Der 67-Jährige war mit seinem 81-PS-starken Eigenbau, den er vor 21 Jahren bei seinem Abschiedsrennen in Damme gefahren hatte, angetreten.

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