Bad Zwischenahn Seit 125 Jahren segelten bereits etliche Sportler unter der Flagge des Zwischenahner Segelklubs (ZSK), auch auf sportlich hohem Niveau. Somit ist es passend, dass die Ammerländer für die kommenden drei Wochen große Pläne haben, um das langjährige Bestehen des Vereins zu feiern. Segelsportfans können sich auf dem Zwischenahner Meer auf gleich drei internationale Deutsche Meisterschaften und ein International Open freuen.

Bootsklassen unterscheiden sich

Die unterschiedlichen Bezeichnungen der Jollenklassen lassen sich auf ihre vermessene Segelfläche am Wind zurückführen. So beträgt die Segelfläche bei bei den 20er-Jollenkreuzern 20 Quadratmeter. Die reale Segelfläche kann diesen Wert um ein Vielfaches übersteigen, denn der Spinnaker (das Vorsegel) fließt nicht in diese Berechnung ein.

Auf den 20er-Jollenkreuzern segeln drei Personen. Der Steuermann hält das Boot schnell, die beiden Vorschoter kümmern sich um das Gleichgewicht auf dem Boot und die Segel.

Die H-Jolle und der 15er-Jollenkreuzer werden nur von zwei Seglern bedient. „Die H-Jolle ist ein offenes, sportliches Boot, das auf moderne Materialien setzt“, erklärt der ZSK-Sportwart Cornels Latsch. Die Segelfläche beträgt maximal 15 Quadratmeter am Wind.

Zwei Jahre Planung und Organisation stecken in dem Festprogramm, das der ZSK auf die Beine gestellt hat, betont ZSK-Sportwart Cornels Latsch. Rund 350 Teilnehmer werden an den verschiedenen Wettkämpfen in den vier Bootsklassen teilnehmen. „Wir freuen uns auf viele Wettfahrten mit sehr hohem Niveau. Unter anderem starten hier Europameister, Weltmeister und Olympiasieger“, sagt Latsch.

Geplant sind, je nach Wetterlage, pro Tag ab 10 Uhr mehrere Wettfahrten auf dem Dreieckskurs auf dem Zwischenahner Meer. Den Anfang machten an diesem Montag die Teams der 20er-Jollenkreuzer. Am Donnerstag steht fest, wer sich den Titel bei der internationalen Deutschen Meisterschaft sichern wird.

Weiter geht es mit den internationalen Deutschen Meisterschaften der H-Jollen (31. Juli bis 3. August) und der 15er-Jollenkreuzer (7. bis 10. August). Die Modellboote der RC-Laser-Klasse tragen ihre inoffizielle Europameisterschaften, bei der 36 Teams aus sieben Nationen antreten, am 10. August aus.

Bereits am Wochenende waren die 18 Teams aus Deutschland und der Schweiz auf dem Zwischenahner Meer in der Vorregatta der 20er-Jollenkreuzer gestartet, um den Kurs kennenzulernen. Den Sieg holte sich das Team Harald Schaale, Sven Diedring und Thomas Flach aus Berlin. Doch auch einige Lokalmatadore erzielten gute Platzierungen. So können sich die Teams Ulrich Brahms/Dietmar Hobbie/Stefan Schwenker und Wilfried Schomäker/Heiner Lahring/Sven Friedrich berechtige Hoffnungen auf die vorderen Plätze machen. Auch in den anderen Bootsklassen rechnen sich die ZSK-Segler Chancen auf Podestplatzierungen aus.

Nicht nur deshalb war nach der ersten Vorregatta die Stimmung bei den Sportlern und dem ausrichtenden ZSK optimal. „Wir bieten hier sehr hohe Anforderungen. Und das danken die Segler uns“, weiß Latsch.

So nutzten die Ammerländer die Zeit der Planung, um die Expertise für ein optimales Rennerlebnis zu schaffen. Unter anderem wurden Schiedsrichter und Wettfahrthelfer und Wettfahrtleiter geschult. Als Segelrevier hat sich das Zwischenahner Meer sowieso längst hervorgetan. „Wir richten pro Jahr rund 30 Regatten für die unterschiedlichen Bootsklassen aus“, sagt Latsch, darunter nun auch drei weitere internationale Deutsche Meisterschaften.

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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