AUGUSTFEHN Das Augustfehner Ehepaar Lind verfolgt die Reitwettkämpfe bei den Olympischen Spielen in London mit besonderem Interesse, denn ein „guter Bekannter“ ist mit von der Partie. Der leistungsstarke Hengst „Wizard“, geboren 1999, stammt aus der eigenen Zucht. „Das war ein eigensinniges und selbstsicheres Fohlen. Schon damals konnte man sein Talent erkennen“, erzählt Hans Lind.

Noch im Fohlenalter wurde der Hengst nach Belgien verkauft. Bei der umfassenden Ausbildung des Tieres stellte sich schnell seine Begabung heraus. 2004 startete es bereits bei der Weltmeisterschaft für Belgien und landete unter 50 teilnehmenden fünfjährigen Dressurpferden auf Platz 18. Von Belgien wurde das Tier schließlich in die USA verkauft und erntete einen Erfolg nach dem nächsten.

Jetzt wurde die Karriere des Ausnahmehengstes durch die Teilnahme an den Olympischen Spielen in London gekrönt. Wizard ging beim Dressurreiten mit Adrienne Lyle für die USA an den Start. Am Freitag kam er mit einer passablen Leistung schließlich auf Platz 35. „Wir sind ein kleines bisschen enttäuscht, aber am Ende ist jeder Platz ein großer Erfolg. Schließlich sind hier nur die besten Pferde der Welt vertreten“, findet Hans Lind, der ebenso wie seine Frau Anna Lind vor dem Fernseher mitgefiebert hat. Sie hoffen, Wizard noch einmal beim Grand Prix Spezial zu sehen.

Übers Internet und Fachzeitschriften verfolgt das Ehepaar den Werdegang des Rassetiers. Dass sich Wizard so entwickeln würde, war fast klar, erzählt Hans Lind. „Schon seine Mutter war so ein Überflieger und 1993 Finalsiegerin beim Fohlenchampionat von Deutschland. Auch die Mutter, Pica, haben wir aufgezogen“, freut sich der ehemalige Züchter über die Erfolge.

Insgesamt stünden die deutschen Züchter bei dieser Olympiade recht gut da, wie er weiß. So stamme rund ein Drittel der gemeldeten Pferde aus deutscher Zucht und neun davon seien Oldenburger Sportpferde. Auch wenn das Augustfehner Ehepaar die eigene Zucht inzwischen aufgegeben hat, freuen sich Anna und Hans Lind doch über das positive Renommee und werden auch weiterhin die Karrieren ihrer Rassepferde verfolgen. @

Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
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