Frankfurt /Main Drei Wochen vor den Winterspielen im russischen Sotschi sieht sich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) auf Erfolgskurs. „Die Ergebnisse der letzten Tage bestätigen unsere ambitionierte Zielsetzung“, sagte der neue DOSB-Präsident Alfons Hörmann am Sonntag.

Zuvor waren Zweifel aufgekommen, ob sich der DOSB mit seinen sogenannten „Ziel-Korridoren“ für das Spektakel vom 7. bis 24. Februar zu weit hinaus gewagt hatte. 27 bis 42 Medaillen sollen her, mindestens 30 wie vor vier Jahren in Vancouver. Doch die Erfolgsmeldungen der deutschen Wintersportler kommen gerade recht.

Frenzel gewinnt

Eric Frenzel hat als erster nordischer Kombinierer das Seefeld-Triple gewonnen. Der Oberwiesenthaler gewann alle drei Etappen des neuen Formats. Am Sonntag kam der Weltmeister nach zwei Sprüngen und einem 15-Kilometer-Lauf nach 38:26,2 Minuten ins Ziel. BILD: dpa

Innerhalb von wenigen Tage kämpften sich vor allem Skispringer und Biathleten aus einem Tief. Am Donnerstag weckte der 18-jährige Andreas Wellinger auf der Schanze von Wisla mit seinem ersten Weltcup-Sieg Hoffnungen. Und am Sonnabend verpassten die Skispringer in Zakopane beim letzten Team-Wettbewerb vor Sotschi nur knapp den Sieg.

Ein Freudenfest feierten die Biathleten in Antholz. Erst streckte Andrea Henkel beim Zieleinlauf die Fäuste gen Himmel, dann lief Simon Schempp als Erster über die Linie. „Olympia-Favorit bin ich nun nicht, kann aber mit einer großen Portion Selbstvertrauen nach Sotschi fahren“, sagte der Uhingener nach seinen überraschenden Erfolgen am Freitag im Sprint und am Sonnabend in der Verfolgung.

Beim Langlauf-Weltcup im polnischen Szklarska stürmten die Sprint-Asse Denise Herrmann und Tobias Wenzl als jeweils Zweite auf das Podest. Die 25-jährige Hermann gilt aber als einzige ernsthafte deutsche Medaillenanwärterin in der Loipe.

Gar in bestechender Form sind die Rodler, die vor vier Jahren in Kanada fünf Medaillen abgeräumt haben. Mit sieben Siegen in acht Rennen ist Weltmeisterin Natalie Geisenberger klare Gold-Favoritin. Die 25-Jährige fuhr am Sonntag in Altenberg ihren 23. Weltcup-Erfolg ein und durfte sich wie im Vorjahr über den Gesamtsieg freuen. „So kann es jetzt nach Sotschi gehen. Ich bin schon sehr positiv gestimmt“, sagte sie nach ihrer fast perfekten Generalprobe. Diese lieferten auch Olympiasieger Felix Loch sowie die Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt ab, die ebenfalls den Gesamt-Weltcup sicher haben.

Hingegen knirscht es bei den Bobfahrern noch mächtig: In Innsbruck/Igls patzten sowohl Weltmeister Francesco Friedrich mit Anschieber Jannis Bäcker als auch Viererbob-Weltmeister Maximilian Arndt und seine Crew.

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