Sotschi Völlig ausgepumpt, aber gefasst verabschiedete sich Claudia Pechstein von ihren Fans. Ihre Sehnsucht nach der zehnten Olympia-Medaille blieb unerfüllt: Die fünfmalige Olympiasiegerin belegte bei den Winterspielen in Sotschi am Mittwoch über 5000 Meter in 6:58,39 Minuten den fünften Platz und konnte das Debakel der deutschen Eisschnellläufer nicht verhindern. Diese holten zum ersten Mal seit 50 Jahren keine Medaille.

Trotz der Enttäuschung will die 41-Jährige bis Pyeongchang 2018 in Südkorea auf jeden Fall weitermachen. „Warum soll das das Ende sein?“, fragte Pechstein sichtlich aufgeräumt: „Die Konkurrenz war groß wie nie. Ich habe wieder die beste Leistung der Deutschen gebracht. Da muss die Alte wieder herhalten. In vier Jahren ist meine zehnte Olympia-Medaille immer noch möglich.“

Fünf Tage nach seinem Autounfall fuhr Felix Neureuther im Riesenslalom auf einen guten achten Rang, Fritz Dopfer wurde Zwölfter. Völlig bedient war Stefan Luitz. Nach einem starken ersten Lauf fädelte er am letzten Hindernis ein und wurde disqualifiziert. „Mein erster Gedanke war: Du Vollidiot“, schimpfte Luitz. Olympiasieger wurde Ted Ligety aus den USA.

„Man merkt, dass ich die letzten fünf Tage nur gelegen habe“, sagte Neureuther mit Blick auf sein Schleudertrauma, die lädierte Nackenmuskulatur und zwei geprellte Rippen. Im Slalom an diesen Sonnabend will der 29-Jährige „auf jeden Fall“ antreten.

Die deutschen Biathletinnen Evi Sachenbacher-Stehle, Laura Dahlmeier, Daniel Böhm und Simon Schempp liefen bei der Olympia-Premiere des Mixed-Wettbewerbs an einer Medaille vorbei. „Von Anfang an war der Rückstand zu groß. Schon wieder ein vierter Platz. Es ist zum Haare ausraufen“, sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang.

Snowboarderin Amelie Kober hofft nach ihrem Sturz in der Qualifikation auf eine Teilnahme beim Parallel-Slalom am Sonnabend. Die Zweite von Turin 2006 blieb im Parallel-Riesenslalom an einem Tor hängen und zog sich dabei einen knöchernen Kapsel-Ausriss im linken Ellenbogen zu. Auch für Isabella Laböck kam das Aus früh.

Patrick Bussler wurde im Parallel-Riesenslalom der Snowboarder Vierter. „Klar habe ich mich darüber geärgert, die Medaille verpasst zu haben“, sagte der 29-Jährige: „Aber trotzdem ist es ein unglaubliches Ergebnis.“ Bei seiner dritten Olympiateilnahme fehlten Bussler 2,26 Sekunden, um als erster deutscher Snowboarder bei Winterspielen auf das Podest zu steigen.

NWZ Bundesliga-Tippspiel 20/21
Wer wird Tippspiel-König 20/21? Am besten gleich mittippen und jeden Spieltag um einen 50€-Gutschein von Möbel Weirauch spielen!

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.