WILHELMSHAVEN Der CDU-Kreisverband Wilhelmshaven hat einen neuen Vorstand gewählt. Der Bauunternehmer Ewald Peters führt ab sofort die Partei mit ihren aktuell 484 Mitgliedern. „Ich wünsche uns allen eine gute Zukunft in Wilhelmshaven“, sagte er in seiner kurzen Rede.

„Die Chance, die wir jetzt haben, dürfen wir nicht vertun“, betonte Peters mit Blick auf die CDU/SPD-Mehrheitsgruppe im neuen Rat der Stadt und den CDU-Oberbürgermeister Andreas Wagner an der Spitze.

Unterstützt wird Ewald Peters bei seiner politischen Arbeit von zwei neuen Stellvertretern: Heiko Eibenstein und Silke Teske. Peters erhielt bei der Jahreshauptversammlung 81 von 99 Stimmen, 15 Parteimitglieder stimmten gegen ihn, zwei enthielten sich und eine Stimme war ungültig. Ursula Glaser wurde im Amt als Schatzmeisterin, Rainer Kuhlmann als Schriftführer bestätigt. Spannend war es für die zehn Bewerber um einen der maximal sechs Beiratsposten: Letztlich wurden Martin Harms, Uwe Heinemann, Alexander Huth, ­Michael Küchler, Antje Purrmann und Dieter Wohler von den anwesenden Stimm­berechtigten gewählt.

Vor den Neuwahlen gab es in der Gaststätte „Zum Kreu­zelwerk“ die vereinsüblichen Berichte zu hören, der sich die einstimmige Entlastung des bisherigen Kreisvorstandes anschloss. Etwas mehr Zeit nahm sich der scheidende Kreisvorsitzende Jörn Felbier für seinen Abschiedsbericht. Felbier hatte im Mai verkündet, nicht mehr für den Vorsitz kandidieren zu wollen. Der Marineoffizier war 15 Jahre Vorstandsmitglied der CDU, rund sechseinhalb Jahre stand er an der Spitze des Kreisverbandes. Seit 2001 ist der Familienvater im Rat der Stadt aktiv und wird sich nach eigenen Angaben auch weiterhin politisch engagieren: „Ich will aus dem Amt verschwinden, nicht aus der Politik.“

In seinem Rückblick auf die gemeinsamen Jahre dankte er ausgewählten Weggefährten – und allen CDU-Mitgliedern für den erfolgreichen Kommunalwahlkampf. „Uns haben die vielen persönlichen Kontakte zu den Menschen entschieden nach vorne gebracht“, ist Felbier überzeugt. „Das Gespräch von Mensch zu Mensch ist halt nicht durch Facebook oder tolle Internetseiten zu ersetzen.“

Auch die CDU-Mehrheit im Rat sei der Lohn für den gelungenen Wahlkampf. „Damit sind nun große Erwartungen an uns alle geknüpft. Aber wir tragen auch große Verantwortung mit unserer starken Mehrheitsgruppe aus CDU und SPD im Rat“, so der scheidende Kreisvorsitzende. Bei den vielen Herausforderungen in Wilhelmshaven müsse die Politik transparenter werden. „Wir müssen die Bürger besser mitnehmen bei all unseren Entscheidungen“, forderte Felbier seine Parteifreunde auf.

Tagesaktuell ging er auf die Beschwerden einiger Anwohner des Bontekais ein, die diesmal der Besatzung des Seglers „Gulden Leeuw“ das Leben schwer machen. „Da fehlt mir jedes Verständnis. Das schadet uns allen. Wer die Hafengeräusche nicht hören mag, soll gerne zu uns nach Sengwarden ziehen.“

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