Garrel /Cloppenburg Der Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen (SPN) unterhält auch ein Büro in Cloppenburg. Fünf Mitarbeiterinnen stehen zur Verfügung für Fragen zu den Bereichen Leben im Alter und Pflegebedürftigkeit. Elisabeth Hermes stellte der Gruppe Mann ü 60 diese Einrichtung vor. Man verstehe sich als ein Knotenpunkt vieler Netzwerke, sagte die Referentin. Personen, die Hilfe brauchen, können sich an die Einrichtung wenden. Die Beratung erfolge telefonisch, aber auch im Haus der Betroffenen. Die Wartezeit für Hausbesuche betrage nicht mehr als zehn Tage, sagte Hermes.

Der SPN will auch unterstützen, um eine Infrastruktur für Pflege und Leben im Alter aufzubauen. Die Notwendigkeit machte Hermes mit zwei Zahlen deutlich: Die Zahl der Pflegebedürftigen steige auf fast fünf Millionen im Jahr 2060. In wenigen Jahren sei die Zahl der Menschen über 60 Jahre doppelt so hoch wie die der Kinder und Jugendlichen. Da gelte es, Versorgungsstrukturen zu schaffen, die die Fragen Pflege, medizinische Versorgung, den Einkauf und handwerkliche Hilfe beträfen. Man wolle helfen, dass ältere Menschen solange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben könnten.

Dabei könne man auf Ehrenamtliche nicht verzichten. Ein Angebot sei das Projekt „DUO“. Dahinter verberge sich keine Abkürzung. Es geht um die Bedeutung des lateinischen Begriffes, der für zwei steht. Ein Ehrenamtlicher hilft einem Menschen bei einfachen täglichen Dingen. In Garrel gäbe es zehn Personen, die als DUO bereit stünden. Auch wolle man die Arbeit der Seniorenbeauftragten und entsprechenden Beiräte unterstützen.

Aktuell plane man eine Grundschulung, wie man mit an Demenz erkrankten Personen umgehen könne. Die Ausbildung richte sich zum Beispiel auch an Verkäuferinnen und andere Personengruppen, die an ihrem Arbeitsplatz Kontakt mit erkrankten Personen haben.

Wer sich an den SPN in Cloppenburg wendet, bekommt Vorschläge für Einrichtungen und Anbieter, die konkret helfen. Allerdings stelle man fest, dass es oft einen Anspruch auf bestimmte Hilfen gebe, sich aber keine Anbieter finden, die noch freie Kapazitäten haben. Dieses Problem könne sich im Kreis Cloppenburg noch verschärfen.

Aktuell würden 77 Prozent aller Pflegebedürftigen zu Hause von Angehörigen versorgt. Die häusliche Versorgung werde immer weniger werden. Das führe zu erheblichen Problemen.

„Rufen Sie uns an, wenn Sie Fragen zum Wohnen im Alter, zur Mobilität und zur Pflege haben“, forderte Elisabeth Hermes die Männer auf. Dringend empfahl sie, sich eine Notfallmappe zu besorgen und diese auszufüllen. Das sei eine große Hilfe für alle, die zur Versorgung ins Haus kämen.

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