Bremen Als Marvin Ducksch seinen Arbeitstag beendete, brandete noch einmal großer Applaus für den neuen Hoffnungsträger von Werder Bremen auf. Erst wenige Tage zuvor vom Ligakonkurrenten Hannover 96 verpflichtet, führte der 27-Jährige seine neue Mannschaft gleich zum ersten Heimsieg in der 2. Fußball-Bundesliga. Mit zwei Treffern legte Ducksch am Sonntag die Grundlage zum 3:0 (1:0)-Erfolg gegen Hansa Rostock - dem ersten Heimsieg seit Februar.

„Wir haben alles rausgehauen. Wir wollten den Zuschauern etwas zurückgeben. Das ist, glaube ich, geglückt“, sagte er. Ducksch begann das Zurückgeben mit einem verwandelten Handelfmeter in der 39. Minute und legte in der 53. Minute nach. In der Nachspielzeit machte Nicolai Rapp den Endstand perfekt.

„Das ist schön und tut gut“, sagte Trainer Markus Anfang im Pay-TV-Sender Sky zum Sieg. „Gerade weil die Begleitumstände nicht positiv waren.“ Er spielte damit auf den Ärger um Marco Friedl an. Der Österreicher hatte kurzfristig auf einen Einsatz verzichtet. Angeblich will der Verteidiger einen Wechsel zum Bundesligisten 1. FC Union Berlin forcieren. „Ich finde das enttäuschend“, hatte Anfang schon vor dem Anpfiff gesagt.

Seine Laune dürfte sich angesichts der Vorstellung seiner Mannschaft vor allem nach der Pause gebessert haben. Vor 21 050 Zuschauern war Werder spielbestimmend. Hansa zog sich massiv zurück. Ducksch kam zunächst nicht zu klaren Chancen. Die Rostocker verteidigten geschickt und hatten Pech, als der Ball nach einer Flanke von Eren Dinkci an die Hand von Julian Riedel flog. Nach Videobeweis verwandelte Ducksch sicher.

In der zweiten Halbzeit wirbelte Werder Bremen wie schon lange nicht mehr. Nicht nur Ducksch, sondern die gesamte Mannschaft zeigte eine spielerisch stark verbesserte Leistung. Ducksch (47.), Niklas Schmidt (49.) und erneut Ducksch (50.) mit einem Latten- und Pfostentreffer, bei dem der Ball nach Videoentscheidung nicht zu 100 Prozent über der Linie war, vergaben beste Chancen. Doch Werders neue Sturm-Hoffnung erlöste die Bremer Fans mit seinem zweiten Tor.

Die Gastgeber ließen nicht locker. Dinkci (56.) scheiterte am Pfosten, der starke Romano Schmid (60.) an Hansa-Keeper Markus Kolke. Die Rostocker drohten im Werder-Wirbel unterzugehen. Die spielerisch stark verbesserten Bremer hatten aber weiter alles unter Kontrolle. Rapp machte mit seinem Tor den Sieg noch deutlicher.

In der Schlussphase kam auch noch der zweite Neuzugang: Roger Assalé vom französischen Zweitligisten FCO Dijon deutete gleich an, dass von ihm ebenfalls einiges im Angriff zu erwarten ist.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.