DEBRECEN Dreimal Gold für Britta Steffen, dreimal Gold für Paul Biedermann – die deutschen Schwimmer haben bei der EM in Debrecen Hoffnung auf Edelmetall bei den Olympischen Spielen in London (27. Juli bis 12. August) genährt. „Ohne in Euphorie zu verfallen, das war eine EM, die dem Team mit Blick auf Olympia gut getan hat“, sagte Leistungssportdirektor Lutz Buschkow.

Mit acht Gold-, sechs Silber- und drei Bronzemedaillen war Deutschland hinter Gastgeber Ungarn (9/10/7) die zweiterfolgreichste Nation. Ein besseres Ergebnis gelang zuletzt 2002 in Berlin (10 Siege). Da viele europäische Konkurrenten fehlten, ist die Aussagekraft aber sehr gering.

Bestätigung für den Olympia-Fahrplan von Deutschlands Schwimm-Assen Steffen und Biedermann waren die Resultate aber allemal. „Ich bin auf jeden Fall total motiviert und glaube wirklich, dass ich wieder das Niveau habe, vorne mitzuschwimmen“, sagte Doppel-Olympiasiegerin Steffen. Sie gewann Gold über 50 Meter Freistil sowie mit der Lagen- und Freistil-Staffel. Dazu gab es Silber über die 100 Meter Freistil.

Biedermann heimste die Titel über 200 und 400 Meter Freistil ein, am Abschlusswochenende gab es noch den Sieg mit der Staffel über 4 x 200 Meter Freistil. „Ich bin zuversichtlich, dass ich mich noch steigern kann. Aber Richtung Olympische Spiele muss noch viel passieren“, warnte der Weltrekordler vor voreiligen Schlüssen.

Wie schon bei den Sommerspielen in Peking vor vier Jahren wird der DSV etwa zwei Dutzend Beckenschwimmer zu Olympia schicken. In London setzt der DSV vor allem auf Biedermann und Steffen sowie die Staffeln.

Nach dem Sieg des Männer-Quartetts über 4 x 200 Meter Freistil mit Biedermann, Dimitri Colupaev, Clemens Rapp und Tim Wallburger präsentierten sich auch die beiden Lagen-Teams gut in Form. Jenny Mensing, Sarah Poewe, Alexandra Wenk und Steffen gewannen am Schlusstag in EM-Bestzeit von 3:58,43 Minuten klar vor Italien Gold. Helge Meeuw, Christian vom Lehn, Steffen Deibler und Marco di Carli mussten sich im Lagen-Finale über 4 x 100 Meter in 3:34,41 Minuten nur den Italienern (3:32,80) geschlagen geben.

Der gebürtige Oldenburger Jan-David Schepers verpasste die Olympia-Norm über 400 Meter Lagen. Der für die SG Essen startende 22-Jährige belegte Platz zwölf (4:21,70).

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