Oldenburg Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat erneut Mittel für den Sonderforschungsbereich (SFB) „Das aktive Gehör“ bewilligt. Für die dritte Förderphase bis 2017 stellt sie dem Forschungsprojekt neun Millionen Euro zur Verfügung. An den Forschungen sind neben der Universität Oldenburg auch die Uni Magdeburg und das Leibniz-Institut für Neurobiologie in Magdeburg beteiligt. Das Projekt wird geleitet vom Oldenburger Biologen Prof. Dr. Georg Klump.

In dem Sonderforschungsbereich untersuchen Biologen, Physiker, Mediziner und Psychologen seit 2005 die Grundlagen der Verarbeitung akustischer Signale im Hörsystem. Dabei geht es um die Prozesse aktiven Zuhörens und des Konzentrierens auf bestimmte Schallquellen.

„Menschen mit normalem Gehör fällt es leicht, sich in einer Gruppe mit vielen Sprechern auf eine einzelne Person zu konzentrieren und ihr zuzuhören. Wir können also Schallsignale in akustischen Szenen mit vielen konkurrierenden Quellen analysieren. Dies gelingt durch eine Wechselwirkung der Informationsverarbeitung in der aufsteigenden Hörbahn und der Steuerung der Wahrnehmung durch höhere Gehirnareale. Den aktuellen technischen Systemen gelingt dies derzeit kaum“, erläutert Klump.

„Unsere Grundlagenforschung trägt zu verbesserten Hörhilfen bei, wie sie im Oldenburger Exzellenzcluster ‚Hearing4all’ entwickelt werden. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Lösung drängender Probleme in unserer Gesellschaft“, stellt Klump fest.

Über die Verlängerung des Sonderforschungsbereichs freute sich auch die Präsidentin der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Babette Simon: „ Dieser Erfolg trägt maßgeblich zur Wettbewerbsfähigkeit der Universität Oldenburg bei und stärkt das Forschungsprofil der im vergangenen Jahr gegründeten Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften.“

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Norbert Wahn Redakteur / Politikredaktion
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