Frage: Frau Dickmann, was sind die größten Probleme für die Eltern sehbehinderter Kinder?

Dickmann: Die bürokratischen Hürden. Ein wichtiges Thema für uns ist die integrative Beschulung unserer Kinder. Doch da gibt es noch eine Menge Stolpersteine, die es wegzuräumen gilt. Das fängt mit der Anmeldung in der Schule an. Normalerweise müssen Kinder eineinhalb Jahre vorher angemeldet werden, bei sehbehinderten oder blinden Kindern, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf haben, sind es zweieinhalb Jahre. Wenn sich überhaupt eine Schule findet, die sie aufnimmt.

Frage: Wie hilft Ihnen dabei die Selbsthilfegruppe?

Dickmann: Wir unterstützen uns gegenseitig. Zum Beispiel beim Ausfüllen von Anträgen und Formularen, denn mit so etwas haben wir Eltern ständig zu kämpfen. Ein Blindenpädagoge muss bewilligt werden, die Kinder brauchen technische Hilfsmittel, zum Beispiel eine Punktschrift-Maschine. Bei den Treffen können wir uns über unsere Erfahrungen austauschen. Es kommen Eltern aus dem ganzen Weser-Ems-Gebiet.

Frage: Können Sie schon auf Erfolgserlebnisse zurückblicken?

Dickmann: Ja. Im November war Kultusstaatssekretär Peter Uhlig bei uns. Er hat unsere Probleme sehr ernst genommen. Deshalb plant er einen runden Tisch mit uns, den Krankenkassen, Schulträgern und Politikern. Vielleicht räumen wir so ein paar Stolpersteine aus dem Weg.

Thema: Integrative Beschulung

Margret Dickmann, Selbsthilfegruppe

von Eltern sehbehinderter Kinder

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