OSNABRüCK Experten fordern die Einführung eines regulären islamischen Religionsunterrichts an Schulen in Deutschland. „Es gibt zwar schon seit 20, 30 Jahren Religionsunterricht im Rahmen des muttersprachlichen Unterrichts“, sagte der Osnabrücker Religionspädagoge Bülent Ucar. Obwohl mittlerweile auch Politiker Religionsunterricht in deutscher Sprache forderten, sei dieser in den Bundesländern aber entweder gar nicht vorhanden oder nur in Form von Schulversuchen, sagte Ucar.

Dabei zeige die Erfahrung, dass Schüler und Eltern großes Interesse an dem Unterricht hätten. „Überall, wo das Fach angeboten wird, liegen die Teilnahmequoten bei über 80 Prozent.“ Das Angebot sei aber auch deshalb beschränkt, weil es nicht genügend Lehrkräfte gebe. „Islamische Religionspädagogik ist ein Aufbaumaster. Man kann es nur als drittes Fach studieren und nicht als zweites Fach wie evangelische oder katholische Religion“, sagte Ucar. Es müsse eine Ausbildung geben, die mit den Studiengängen der christlichen Religionen vergleichbar sei.

Das Fach Islamische Religionspädagogik werde zur Zeit nur an den Universitäten Osnabrück, Münster und Erlangen angeboten. Weitere Hochschulen müssten nachziehen, fordert Ucar.

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