Hannover Trotz vieler Unsicherheiten in der andauernden Corona-Krise startet Niedersachsen an diesem Montag mit der schriftlichen Klausur im Fach Geschichte in das Abitur. Rund 32.000 Schülerinnen und Schüler an mehr als 450 Schulen nehmen in diesem Jahr an den Prüfungen teil. Mit den möglichen mündlichen Nachprüfungen zieht sich die Abi-Phase bis Ende Juni.

Bereits zum zweiten Mal sind die Prüfungen von der Corona-Krise geprägt, und es gelten strenge Hygieneregeln. Eine Testpflicht soll es zwar nicht geben - Ziel sei es, auch den Prüflingen, die sich nicht testen lassen wollen, die Teilnahme am Abi zu ermöglichen. Das zuständige Ministerium appellierte aber dringend an die Schüler, das Testangebot an Klausurtagen zu nutzen. In vergangenen Jahr waren die Abschlussprüfungen an Niedersachsens Schulen wegen der Pandemie um rund drei Wochen verschoben worden.

Die Kultusministerkonferenz der Länder hatte zuvor beschlossen, dass die Abiturientinnen und Abiturienten in Deutschland ihre Prüfungen in diesem Jahr trotz Corona-Pandemie ablegen sollen. „Wir werden also gezwungen, in den sauren Apfel zu beißen“, hatte dazu der Schülerratsvorsitzende Florian Reetz aus Braunschweig gesagt. „Die Prüflinge waren wohl noch nie so unterschiedlich vorbereitet wie 2021“, sagte er. Reetz forderte, dass die Ergebnisse überprüft werden müssten, sollten sie regional unterschiedlich oder möglicherweise deutlich schlechter ausfallen.

Auch der Schulleitungsverband Niedersachsen (SLVN) sieht die Gefahr eines Makels und hatte daher gefordert, auf die Abi-Prüfungen und die Abschlussprüfungen der Jahrgänge 9 und 10 zu verzichten. „Jetzt sind die Schüler Spielball der Pandemie, und wir blicken mit Sorge auf die Entwicklung“, sagte der Geschäftsführer des Verbandes, Rene Mounajed. Sollten in der Prüfungsphase Corona-Fälle auftreten, drohe ein inhaltlicher und juristischer Rattenschwanz, warnte er.

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