Der Sonderforschungsbereich „Das aktive Gehör“ an der Oldenburger Uni wird verbessert. Ein neues Gebäude soll die Arbeit fördern.

Von Jürgen Westerhoff

Die Oldenburger Hörforscher um Prof. Dr. Georg Klump sollen bessere Arbeitsmöglichkeiten erhalten. In dieser Woche beginnt auf dem Campus Wechloy der Bau eines neuen Tierhauses für Mäuse und andere Nagetiere sowie für Vögel. Das von der Volkswagen-Stiftung mitfinanzierte Gebäude ist nach den modernsten Erkenntnissen für die artgerechte Haltung ausgestattet und bietet Raum für die weitere Entwicklung der biologischen und biomedizinischen Forschung der Universität Oldenburg.

In dem Sonderforschungsbereich wird unter anderem an der Frage gearbeitet, warum manche Menschen schon früh im Leben Probleme mit dem Hören bekommen und andere erst im hohen Alter. Klump: „Wenn wir die Ursachen für die Funktionsstörungen des Gehörs besser verstehen, können wir allein in Deutschland Millionen Menschen gezielter helfen. Hierbei bringen uns Untersuchungen an Mäusen und anderen Tieren weiter.“

Die genetischen Unterschiede zwischen gut hörenden Mäusen und anderen können den Wissenschaftlern dabei wichtige Hinweise geben.

Auch für Vögel wird das neue Gebäude eine noch bessere Haltung ermöglichen. Die Tiere haben dem Menschen viel voraus. „Sie werden nicht schwerhörig“, so Klump, „denn sie haben etwas, was uns fehlt: Bei ihnen repariert sich das Ohr nach einer Schädigung selbst. Wenn wir verstehen, wie diese Heilung abläuft, kann das auch für Menschen den Weg zu völlig neuen Behhandlungsmöglichkeiten eröffnen.“

Außerdem arbeiten Oldenburger Forscher an der faszinierenden Fähigkeit von Zugvögeln, über viele tausend Kilometer zum Heimatort zurückzufinden.

Mit der neuen Forschungseinrichtung sieht sich die Uni Oldenburg für die Zukunft gut aufgestellt. Das zweistöckige Tierhaus wird insgesamt über 550 Quadratmeter Hauptnutzfläche verfügen und mit modernster Technik – auch für die Be- und Entlüftung – ausgestattet sein. Auch auf guten Schallschutz wird bei dem neuen Haus Wert gelegt, da das Gehör der Tiere im Mittelpunkt der Forschung steht.

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