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ELSFLETH Kindheitstraum, Zufall oder festgestecktes berufliches Ziel? Es ist von allem ein bisschen gewesen, was Philipp Klimmek aus Freiburg, Susanne Berner aus Osnabrück und René Winkler aus Kiel zum Nautikstudium an den Fachbereich Seefahrt nach Elsfleth führte. „Wenn man auf dem Bodensee segelnd groß geworden ist, entsteht automatisch der Traum von der Seefahrt“ bekennt Philipp, „ich betreibe das Nautikstudium neben meiner beruflichen Tätigkeit bei der Marine, weil jeder Marineoffzier ein Studium vorweisen sollte.“ Susanne Berner hoffte während ihrer „Bagpacker-Tour“ durch Australien auf eine Erleuchtung zum Berufsentscheid. Ohne Erleuchtung kehrte die Osnabrückerin heim, jobbte unzufrieden als Mediengestalterin und horchte auf, als eine Kollegin den Tipp gab: „Werd’ doch Kapitänin!“ Susanne: „Bei meiner Freude am Reisen – das passte wie die Faust aufs Auge.“ Auch René Winkler ist – wie sollte es in Kiel auch anders sein – auf dem Wasser groß geworden und segelt

seit seinem achten Geburtstag. Als er sich nach dem Abitur bis zum Eintritt in die Bundeswehr arbeitslos melden musste, fiel dem Kieler ein simples Plakat ins Auge: „Werden Sie die Kapitäne von morgen.“ Beim Plan, sein Hobby zum Beruf zu machen, ermunterte ihn eine ehemalige Elsflether Nautikstudentin, die ihm vom Praxissemester bei „Beluga Shipping“ erzählte. René: „Von da an lief alles rund wie kleine Zahnrädchen.“

Zum Wintersemester 2006 traten Philipp, Susanne und René ihr Nautikstudium am Fachbereich Seefahrt an. Dem Studienort, der Lehre und den Dozenten verleiht das Trio Bestnoten. „Die Übersichtlichkeit des Standortes hat durchaus positive Aspekte“, sagt Susanne, „auch wenn Außenstehende denken, hier sei nichts los – hier kann man immer was machen und man hegt bessere Kontakte, als an einer Uni, wo vielleicht 15 000 Menschen studieren.“ Sowohl die Studienstrukturen als auch die Zusammenarbeit mit den Dozenten und Professoren erfüllt nach Aussage der drei Nautikstudenten zu hundert Prozent ihre Erwartungen. Es sei wie in einer Schulklasse und fast familiär, betont Susanne, und René und Philipp ergänzen: „Die Dozenten wollen, dass wir weiterkommen und unsere Klausuren bestehen; sie bemühen sich, auch einzelne Studenten – wenn’s mal hakt – individuell auf die Klausuren vorzubereiten.“

Während Philipp das 1. Praxissemester über seine Zeit bei der Marine anerkannt wurde, haben auch Susanne und René ihre ersten Schritte „an Bord“ bereits absolviert. Sechs Monate fuhr Susanne auf dem neuesten Schiff der Reederei Rudolf Schepers als einziger weiblicher Kadett an Bord um die halbe Welt. „Frau an Bord – das war eigentlich kein Thema“ erinnert sich die Studentin, „einer der Kapitäne wollte mich häufig ein bisschen auf die Probe stellen – ich hab’ ihm gezeigt, was ich kann, dann war das erledigt.“ Für ihn ganz persönliche und wichtige Erfahrungen hat René während seines Praxissemesters auf einem Mehrzweckfrachter der Beluga-Reederei gemacht. Mehr noch als die Ausbildung und das zunächst ungewohnte Leben an Bord, haben ihn die kulturellen Unterschiede und das soziale Gefüge armer Länder beeindruckt. René: „Auch im Umgang mit dem Bordpersonal, neun Filipinos und zwei Ukrainer, merkt man schnell, dass man selber in einem Sozialstaat aufgewachsen ist.“

Ob sie ihr ganzes Berufsleben an Bord verbringen oder ob sie irgendwann auf einen Landjob zurückgreifen – das steht für Philipp und René noch in den Sternen, Susanne weiß es ganz genau: „Ich hab’ Lust, lange zur See zu fahren!“

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