OLDENBURG 40 Projekte werden von der Jury bewertet. Alle haben sich schon in den Regionalwettbewerben durchgesetzt.

von matthias eichler OLDENBURG - Bläst man einen Luftballon auf und lässt ihn los, fliegt er wild durch die Gegend. „Wir wollten wissen, wie weit Luftballons geradeaus fliegen würden“, sagen die elfjährigen Schüler des Hildesheimer Scharnhorst-Gymnasiums Dominik Lüke, Adrian Schmidt und Matthias Schröder. Darum haben sie verschiedene Luftballons aufgeblasen, deren Volumen berechnet und sie an einer zwölf Meter langen Angelschnur befestigt. „Das Ende der Ballons haben wir abgeschnitten, und die Luftballons sind an der Schnur entlang geflogen. Das konnten wir nachmessen“, erklären die drei. Ergebnis: „Längliche Luftballons fliegen weiter als runde Luftballons mit dem selben Volumen“, wissen die Schüler jetzt.

Mit ihrem Experiment nehmen die Nachwuchsforscher an der Juniorensparte „Schüler experimentieren“ des bundesweiten etablierten Wettbewerbs „Jugend forscht“ teil. Im Oldenburger Ausbildungszentrum der EWE AG, deren Stiftung den Landeswettbewerb organisiert und finanziert, sind zum zweiten Mal alle Siegerprojekte der niedersächsischen Regionalwettbewerbe der 9 bis 15-jährigen Schüler zu sehen.

Auch Imke Schulte vom Leerer Teletta-Groß-Gymnasium hofft auf einen Platz, der mit 150 Euro belohnt wird. Mit ihren „ultrastabilen leuchtenden Seifenblasen“ hat sie schon einige Babysitterdienste gerettet. „Das Seifenblasenwasser war einmal ausgelaufen und ich musste schnell neues machen“, erinnert sich die 14-Jährige. „Als ich mich für den Wettbewerb bewerben wollte, habe ich mich daran erinnert und das Rezept noch verbessert“, sagt sie. Für den Leuchteffekt gibt es eine einfache Zutat: „Man nimmt Textmarkerfüllung“, erklärt die Schülerin.

Katharina Isabelle Poltze, Liya Hagos und Pauline Hogrefe (alle 11 Jahre) sind vom Felix-Klein-Gymnasium aus Göttingen angereist und wollen die Jury mit ihrem „Eierprojekt“ überzeugen. Es geht nicht um alltägliche Dinge wie einen Eierkocher oder was im Ei passiert, wenn man es kocht. „Wir haben die berühmte Eierformel von Professor Charles Williams geprüft und widerlegt“, sagen sie stolz und selbstbewusst: „Er hat‘s nur in der Theorie gemacht, wir in der Praxis.“

Mit der Übernahme der Patenschaft möchte die EWE Stiftung die Freude der Schüler an Naturwissenschaft und Technik vorantreiben.

82 Teilnehmer

• 82 Schülerinnen und Schüler aus Niedersachsen haben sich für den Landeswettbewerb qualifiziert.

Sie haben Arbeiten in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik eingereicht.

Den jeweils Ersten winken Preise in Höhe von 150 Euro; außerdem werden Sonderpreise vergeben.

Die Sieger werden morgen um 14 Uhr im Hörsaal der Universität Oldenburg (Standort Wechloy) geehrt.

Die Arbeiten aller Teilnehmer sind morgen von 9 bis 12 Uhr im Zentrum für Aus- und Weiterbildung der EWE AG am Waterender Weg in Oldenburg zu besichtigen.

 Informationen unter www.ewe-stiftung.de/jugendforscht2005

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