Schoost /Moorwarfen „Seid ihr alten Herrschaften jetzt endgültig wild geworden?“, fragt die entnervte Tochter ihren Vater. „Nee, aber das kann noch kommen“, verspricht der munter. Und es wäre nicht ein Stück der Theatergruppe Schoost, wenn sie nicht das „Grand Malheur“ im Wellness-Hotel in allen Varianten bei Personal und Gästen mit großer Spielfreude und viel Tam-Tam durchziehen würden.

Böhling in Nebenrolle

Natürlich ist der Hoteldirektor Dr. Klaus Kowalski (Lukas Jimeno-Hoffmann) nicht nur korrupt, sondern will auch permanent der Angestellten Jenny (Sonja Wegner) an die Wäsche gehen. Jean Pierre (Thomas Staak) ist der Klassiker, Frisör und klischeehaft überzogen vom anderen Ufer und ständig hinter dem Masseur Georg (Hussi Akkurt) her. Und dann sind da noch Vater und Tochter Brand (Reiner Altemöller und Julia Stratmann), die Tochter im Hotel angestellt und der Vater als Gast im Haus. Und der hat einiges auf Lager.

Statt sich um seine Gesundheit zu kümmern wie es die Tochter will, lässt er es heftig krachen nach dem Motto: „Aqua-Fitness mag ich nicht, bring mir lieber Bacardi Cola.“ Als er dann mit einem halben Dutzend Kumpels, zu denen auch Bürgermeister Gerhard Böhling (Gerhard Böhling) gehört, eine Pool Party veranstaltet, die Sektvorräte des Hotels vernichtet und das Spezialitätenbuffet plündert, ist das Maß eigentlich voll.

Doch Vater Brand schafft es sich herauszuwinden und findet Anschluss bei Eva Hausmann und Klara Müller (Cordula Staak und Karla Kleihauer), die eine im Hotel, um sich richtig zu amüsieren, die andere so geizig, dass sie sich aus dem Altkleidersack einkleidet.

Schrilles Panoptikum

Komplett wird das schrille Panoptikum mit Birgit Ballon (Hannelore Schmollmann), einer von der Natur äußerst üppig ausgestatteten, aufgedonnerten Blondine, die durchs Hotel wirbelt auf der Suche nach einem Partner für die Wellnesstage und -nächte.

Und das macht die Schooster Schauspieler zur Kulttruppe: keinen Kalauer und deftigen Witz lassen sie aus. Ihre Textunsicherheit ist legendär. Die kleinen Dialoge mit der Souffleuse sind fester Bestandteil der Dramaturgie und seit sie im Dorf keinen eigenen Saal mehr haben, kommen die Besucher eben auch gern ins Parkhaus Moorwarfen, um Schooster Theater vom Feinsten zu feiern. Das Vergnügen gibt es noch vier weitere Male zu sehen (siehe Infokasten). Dann aber ohne den Bürgermeister.

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