Middelsfähr Und weiter geht’s mit den Schortenser Spielplatzfesten, diesmal in Middelsfähr. Der große Aktivspielplatz, zu dem unter anderem eine Seilbahn, ein Blockhaus für Jugendliche und eine große Wellblechhütte für „betreutes Spielen“ und andere Schlechtwetter-Angebote gehören, steht nun unter neuer Leitung: Jahrzehntelang hat sich die Interessengemeinschaft Aktivspielplatz Middelsfähr um den Spielplatz gekümmert und dort von Frühjahr bis Spätsommer mehrmals in der Woche auch eigene Angebote gemacht. Die Interessengemeinschaft ist mittlerweile in Auflösung, daher übernimmt das Team vom Jugend- und Familienzentrum „Pferdestall“ und somit die Stadt Schortens diese Aufgabe.

1975: die Anfänge des Aktivspielplatzes Middelsfähr

Der Aktivspielplatz in Middelsfähr entstand 1975 nach einer Bauwagen- und Bretterhütten-Ferienaktion. Aus dem sechswöchigen Projekt „Bretterhausen“ ist inzwischen eine 43 Jahre währende Erfolgsgeschichte geworden.

Altbürgermeister Peter Torkler und Michael Fischer, der 27 Jahre lang bis 2002 erster Vorsitzender der Interessengemeinschaft Aktivspielplatz war, gehören zu der Hand voll Leuten, die ab 1976 diesen Platz am Pappelweg geschaffen haben und in dem vor allem in den Anfangsjahren unheimlich viel passierte.

Über eine Stiftung wurden die Initiatoren auf das Konzept der Aktivspielplätze aufmerksam. Für die Initiative gab es seinerzeit sogar einen ersten Preis des Sozialministeriums.

Der Platz war Mitte der 1970er Jahre nur eine Wiese und wurde zu einem Kinderparadies hergerichtet – mit Hunderten von Bäumen aus dem Bohlenberger Feld, mit Bauwagen, mit Nissenhütte und später einem Blockhaus für die Jugendlichen.

Hütten selbst gebaut

Seit seiner Entstehung 1975 – damals als Sommerferienprojekt angelegt (siehe Infokasten) – wird der Platz seit 43 Jahren über den Sommer von der Interessengemeinschaft Aktivspielplatz begleitet. Die ersten Kinder, die hier getobt haben, sind heute selbst Eltern, einige sogar schon Großeltern, sagt Michael Fischer. Er war damals mit seinem gerade neu in den Gemeinderat gewählten SPD-Kollegen und späteren Bürgermeister Peter Torkler einer der Hauptinitiatoren des Spielplatzprojekts. Bretterhausen hieß das damals, weil die Kinder sich aus Holzresten ihre Hütten selbst gebaut haben. Mitte der 1970er gab es in Roffhausen nichts für Kinder.

Nun steht die Auflösung der Interessengemeinschaft bevor, weil sich keine Nachfolger mehr finden. Zuletzt bestand die Interessengemeinschaft aus fünf Aktiven: den Eheleuten Claudia und Heinz Folkerts und den Eheleuten Margret und Heinz Engler sowie Jasmin Glaser als weitere Betreuerin. Bei ihnen lag die Hauptverantwortung, Feste und Spielangebote zu organisieren. Doch Aufrufe an weitere Ehrenamtliche verhallten.

120 Familien gehören zur Interessengemeinschaft. Über das normale Spielen an Klettertürmen, Seilbahn, auf Rutschen und Gerüsten, dem Kicken auf dem Bolzplatz werden hier Seifenkisten gebaut, Fahrräder repariert, Laternenumzüge, Faschingsfeiern und Fahrten organisiert.

Schortens’ Verwaltungschefin Anja Müller erklärte, dass die Stadt nach den Sommerferien das Programm auf dem Aktivspielplatz wieder aufleben lassen und intensivieren will. Das Team vom „Pferdestall“ – Benjamin Tobias, Nico Meints und Kollegen – will auch als Ersatz für den aufgelösten Jugendtreff zweimal wöchentlich von 17 bis 20 Uhr Angebote für Jugendliche machen.

Neustart nach den Ferien

Außerdem geplant: Das Sonntags-Café soll statt im „Pferdestall“ dann in Middelsfähr stattfinden. Dann gibt es dort sonntags von 15.30 bis 19.30 Uhr ebenfalls ein Angebot für Jugendliche.

Der Zuschuss, den die IG Aktivspielplatz erhalten hat, soll für Honorarkräfte verwendet werden. Damit könnte einmal pro Woche ein Kindernachmittag angeboten werden. Das Freigelände ist auch außerhalb dieser Angebote stets nutzbar. Außerdem sollen die Hütten gedämmt und beheizt werden, damit sie ganzjährig genutzt werden können.


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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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