SEDELSBERG /SCHARREL Im Saterland sind die Jecken los. Beim SECC und CCS feiern Hunderte von Narren bei Frohsinn, Humor und guter Laune die „fünfte Jahreszeit“.

Von Wilhelm Hellmann SEDELSBERG/SCHARREL - In Höchstform präsentierten sich am Wochenende die Narren in den Hochburgen Scharrel und Sedelsberg im Norden des Kreises Cloppenburg: sowohl die festlich geschmückte Turnhalle in Scharrel beim Sater-Ems-Carnevals-Club (SECC) und auch das in den Vereinsfarben dekorierte Pfarrheim beim Carnevals-Club Sedelsberg (CCS) waren ausgebucht, als die Elferräte mit ihren Zeremonienmeistern und Funken unter dem Jubel des Narrenvolkes einmarschierten und für stundenlange Partystimmung pur sorgten.

Rheinischer Frohsinn und Humor kann sicherlich nicht besser sein, als das, was die Saterländer präsentierten. Beide Karnevalsvereine hatten Gäste von der KVG in Ramsloh, dem OCC in Ostrhauderfehn und dem EKV in Esterwegen. Auch Bürgermeister Hubert Frye, seine Stellvertreterin Marianne Fugel und erstmals auch Pfarrer Hubert Moormann feierten in beim SECC in Scharrel.

In Sedelsberg hießen die Narren ihre Ehrensenatoren Heinrich Deddens, Hermann Knelangen und Anton Fortwengel sowie das Funkenmariechen Helga Schlangen (sie war das 1. Funkenmariechen beim CCS 1971) willkommen. Neben schwungvollen Büttenreden mit närrischen Seitenhieben auf die Gemeindepolitik, das Orts- und Vereinsleben und Personen des örtlichen Lebens erfreuten aber auch zahlreiche Gesangssolisten und Gruppen das närrische Publikum. Eine Show fürs Auge mit Spitzenleistungen boten die Tanzgruppen mit ihren Garde- und Showtänzen und die Tanzmariechen, die nicht nur mit Beifall, sondern auch mit Stimmungsraketen für ihre monatelangen Mühen bedacht wurden. In Sedelsberg feuerten die Besucher zu den Klängen der CCS-Hausband die Akteure mit dem lautstarken Schlachtrufen zu Höchstleistungen an. Ein besonders schweres Amt an diesem Abend hatte der Scharreler Matthias Pörschke. Mit seiner Bütt als Bauer und Agrarökonom erfreute er am Sonnabend die Narrenschar in Sedelsberg und in Scharrel.

„Wer weiß denn schon von euch Narren, warum so viele Beamte im Rathaus Brillen tragen?, fragte er. „Damit sie beim Einschlafen nicht mit dem Bleistift in die Augen stechen.“ Schon mit dieser Pointe hatte der erst 18-Jährige nicht nur beim seinem Auftritt in Sedelsberg die Lacher auf seiner Seite, sondern auch bei seinem Heimatverein SECC einen guten Einstieg gefunden.

Aber auch der Mann von der Lila-Partei, Andreas Schwarzbach, kam an. Als verdeckter Ermittler strapazierte Alfons Abeln die Lachmuskeln des närrischen Publikums in Sedelsberg, auch auch Gisela Snap hatte die Lacher voll auf ihrer Seite. In Scharrel sorgte der Schüler Eike Awick als Nachwuchstalent mit seinem Beitrag aus der Schule, dem Freundeskreis und aus der Nachbarschaft für Stimmung; sein Vater und Präsident Gerd Awick hatte als arbeitsloser Pechvogel die Lacher auf seiner Seite und Karl-Heinz Burdorf wusste als vergessener Olympiateilnehmer über die Olympiade in Griechenland zu berichten. In die Herzen des Publikums sangen sich auch in diesem Jahre wieder Michelle Schnieders und das „Höli-Duo mit Werner Lindemann und Heiner Högemann sowie Rosi Bartsch, die als „Andrea Berg“ erst nach mehreren Zugaben die Narrenbühne wieder verlassen durfte.

Das Stimmungsfass brodelte bereits mächtig, als beim SECC in Scharrel dann jedoch die „Leberquäler“ eine Gruppe junger Erwachsener noch mächtig eins drauf setzten. Im Saterland endet heute Abend die „fünfte Jahreszeit“ denn dann feiern alle Saterländer Narren von Nord bis Süd noch einmal mit dem SECC in Scharrel beim großen Rosenmontagsball. Verkleidung und Kostüme sind erwünscht, meldet SECC-Präsident Gerd Awick. Die Sedelsberger Jecken dagegen werden heute beim Karneval in Köln mit „Kölle, Alaaf“ bis zum Abwinken mitfeiern.

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