SEDELSBERG /SCHARREL Ganz gleich, ob nun in Sedelsberg oder in Scharrel. Bei beiden Karnevalsvereinen wurde am Wochenende kräftig gefeiert.

Von Wilhelm Hellmann SEDELSBERG/SCHARREL - In Höchstform präsentierten sich am Wochenende die Narren in Scharrel und Sedelsberg: Sowohl die festlich geschmückte Turnhalle in Scharrel beim Sater-Ems-Carnevals-Club (SECC) als auch das in den vereinsfarben dekorierte Pfarrheim beim Carnevals-Club Sedelsberg (CCS) waren nahezu ausgebucht, als die Elferräte mit ihren Zeremonienmeistern und Funken einmarschierten. Es folgte mehrere Stunden lang Partystimmung pur.

Gäste in Sedelsberg waren diesmal eine Abordnung der KVG Ramsloh und die „Lachende Bütt“ aus Wiefelstede, in Scharrel nahmen neben der KVG auch der OCC aus Ostrhauderfehn und der EKV aus Esterwegen teil, als die „fünfte Jahreszeit“ mit kräftigem „helau“ und „alaaf“ gefeiert wurde.

Neben schwungvollen Büttenreden mit närrischen Seitenhieben auf die Gemeindepolitik, das Orts- und Vereinsleben und Personen des örtlichen Lebens erfreuten aber auch zahlreiche Gesangssolisten und Gruppen das närrische Publikum. Eine Show fürs Auge boten die Tanzgruppen mit ihren Garde- und Showtänzen und die Tanzmariechen, die nicht nur mit Beifall, sondern auch mit „Stimmungsraketen“ für ihre monatelangen Mühen bedacht wurden.

In Sedelsberg feuerten die Besucher zu den Klängen der „CCS Hausband“ die Akteure mit lautstarken Schlachtrufen zu Höchstleistungen an. Ein besonders schweres Amt an diesem Abend hatten Matthias Pörschke beim SECC und der Mann von der „Lila Partei“ Andreas Schwarzbach, die jeweils als erste in die Bütt traten, um das Eis zu brechen und die Stimmung anzuheizen.

Die Wahl von Josef Ratzinger zum Papst wurde im Saterländer Karneval genau so humorvoll kommentiert wie die Bundestagswahl oder die anstehende Bürgermeisterwahl im Saterland. Einen Gegenkandidaten zur Bürgermeisterwahl im Saterland gegen den amtierenden Bürgermeister zu setzen, sei das gleiche, „wie zu DDR-Zeiten einen Gegenkandidaten zu Erich Honecker zu präsentieren“, hieß es aus der Bütt heraus. Aber auch der Buchstabenstreit bei der Straßenbenennung in Sedelsberg wurde noch einmal humorvoll aufgearbeitet.

Als „echter Sachse“ strapazierte Stefan Doetsch die Lachmuskeln des närrischen Publikums und auch Gisela Snap hatte die Lacher voll auf ihrer Seite. Beim Kolonisten Stefan Thien musste auch diesmal so mancher Sedelsberger wieder herhalten.

In Scharrel sorgte der zwölfjährige Eike Awick als Nachwuchstalent mit seinem Beitrag aus Schule, Freundeskreis und Nachbarschaft für Stimmung, und selbst sein Vater, Präsident Gerd Awick, bekam sein „Fett“ weg. Nach 36 Jahren mit mehr als 40 Beiträgen in der Bütte des SECC verabschiedete sich am Sonnabendabend „Karlchen“ Karl-Heinz Burdorf, den die Jecken in Scharrel mit tosendem Beifall und einem Präsentkorb in den „wohlverdienten Ruhestand“ schickten.

„Beinhart“ ging es dann mit der Gruppe „Torfrock“ (Ulli Hesenius, Torsten Witte, Rainer Albers, Mathias Pörschke, Oliver Göken, Dirk Behrens) ab, und schließlich war das Finale beim CCS mit einer Supershow der 40-köpfigen Gruppe M 16plus aus Ramsloh und beim SECC mit den bekannten „Leberquälern“ angesagt.

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