Ramsloh /Scharrel Für reichlich Diskussionsbedarf hat am Montagabend das Umbenennen von Straßen in Zusammenhang mit dem Neubau der K 318 gesorgt. Zahlreiche Anlieger der betroffenen Straßen waren zur Sitzung des Gemeinderates gekommen, um das Ergebnis der Abstimmung zu hören. Demnach wird die neue K 318 einen einheitlichen Namen bekommen. Die Anlieger sollen über diesen selber entscheiden und angeschrieben werden.

Bürgermeister Hubert Frye (CDU) stellte noch einmal den Sicherheitsaspekt heraus. In einem interfraktionellen Gespräch mit dem Leiter der Einsatzstelle Oldenburg sei, wie berichtet, die Schlussbetrachtung gewesen, der gesamten neuen K 318 einen einheitlichen Namen zu geben. Frye gehe es darum, dass eine falsche Unfallmeldung in Oldenburg auflaufen könnte, wenn es sich um einen nicht-ortskundigen Fahrer handele, der sich auf einer geraden Strecke mit wechselndem Straßennamen befände.

Sicherheitsaspekt

Den Sicherheitsaspekt sah die SPD als relativ an. Henning Stoffers (SPD) plädierte für den Alternativvorschlag, dass die jetzige Ostermoorstraße ihren Namen auf ganzer Strecke behält. „Es gibt kein Patentrezept in Sachen Verkehrssicherheit, egal wie wir beschließen“, sagte CDU-Fraktionssprecher Leonhard Rosenbaum. Anne-Cathrin Schramm (SPD) war der Meinung, dass man darüber nachdenken sollte, wer die Mitglieder in den Rat gewählt habe.

„Das Abknicken der Ostermoorstraße ist die Lösung, mit dem die meisten leben können“, sagte SPD-Fraktionssprecher Karl-Peter Schramm. „Ich bin zu keiner Entscheidung gekommen, was das Richtige ist“, meinte Franz Hericks (UWG). Marianne Fugel hielt im Bezug auf Sicherheit die „vernünftige Beschilderung“ einer Straße wichtiger als den Namen. Es gebe bereits Straßen, die mehrere Namen hätten, bei dem die Beschilderung jedoch nicht ganz eindeutig sei.

Gerd Olling (CDU) stellte den Antrag, der neuen K 318 auf ihrer gesamten Länge – von der Hauptstraße in Scharrel bis zum Kreisverkehrsplatz in Bollingen – einen einheitlichen Namen zu geben. Innerhalb der Fraktionen schien man sich dabei nicht ganz einig zu sein. Während 14 Ratsmitglieder (CDU und SPD) dafür stimmten, waren acht dagegen – darunter Marianne Fugel und Wilfried Pörschke (beide CDU), Karl-Peter Schramm (SPD) sowie Franz Hericks und Bernhard Norenbrock (beide UWG).

Nummerierung unklar

Des Weiteren wurde beschlossen, dass die Anlieger (ab 16 Jahren) der neuen K 318 entscheiden dürfen, wie die Straße künftig heißen soll. Der Beschluss wurde bei sieben Enthaltungen und 15 Ja-Stimmen gefasst. Zur Auswahl stehen Saterfriesenstraße (Vorschlag Verwaltungsausschuss), Friesenstraße und Oststraße (Vorschlag von Strücklingern). Auch können die Anlieger einen Namen vorschlagen. Dieser darf jedoch nicht „Ostermoorstraße“ sein.

Denn auf Antrag von Frye wurde beschlossen, dass das Teilstück der bisherigen Ostermoorstraße von der Einmündung in die neue K 318 (Umspannwerk) bis zum neuen Wendehammer in Bollingen den Namen Ostermoorstraße behält. 15 Ratsmitglieder stimmten dafür, drei dagegen (drei SPD-Mitglieder und UWG), drei enthielten sich. Einig waren sich die Fraktionen im Bezug auf den Beschlussvorschlag, dass das Teilstück der bisherigen Ostermoorstraße von der Wallstraße in Scharrel bis zur Anbindung an die neue K 318 in Höhe der jetzigen Hausnummer 12 Verlängerung der Wallstraße werden und auch Wallstraße heißen soll. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Derzeit noch unklar sei die Nummerierung der Häuser, teilte Frye auf Nachfrage der NWZ  mit. Man wolle die Angelegenheit in Ruhe prüfen und auch mit den Anliegern sprechen. Der Aufwand bezüglich Änderungen von Hausnummern solle möglichst gering gehalten werden.

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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