DELMENHORST An den Gruppenraum angeschlossen sind zwei Ruheräume, eine Garderobe, ein Wasch- und ein Gemeinschaftsraum. „Es ist wie ein eigenes kleines Haus“, schildert Birgit Heidenreich, Geschäftsführerin des Vereins zur Förderung der Waldorfpädagogik Delmenhorst, die familiäre Situation, die bald in der neuen Krippe des Waldorf-Kindergartens herrschen soll. Noch allerdings ist das Gebäude gar nicht errichtet, in dem ab Sommer 2009 Kinder unter drei Jahren ganztägig liebevoll betreut werden sollen.

Die städtische Rasenfläche dient zurzeit noch als Schulsportanlage – zumindest zum Teil. Sie liegt an der Grundigstraße im Stadtteil Deichhorst und damit rund sieben Kilometer vom jetzigen Standort des Kindergartens an der Stedinger Landstraße entfernt. Dort, in Sandhausen, wird es jedoch immer enger. „Wir platzen hier aus allen Nähten“, sagt Silke Watzke aus dem Vorstand des Vereins, der seit 23 Jahren besteht.

„Im Kleinkindbereich steigt der Bedarf ebenso wie die Nachfrage nach erweiterten Öffnungszeiten“, erläutert Birgit Heidenreich. Und da die Stadt ermittelt hatte, dass es in Deichhorst an Kindergartenplätzen mangelt, fanden Verwaltung und Verein relativ schnell zusammen.

Zunächst hatte der Rat dem Bau eines zweigruppigen Kindergartens zugestimmt, später auch dem Neubau einer Krippe im selben Gebäude.

Statt – wie bislang am alten Standort – einer Vormittagsgruppe mit 23 Kindern, wird es ab Sommer 2009 Platz geben für zwei Gruppen à 25 Kindern. Zudem findet eine zeitliche Erweiterung des Kleinkindbereichs statt: Die noch bestehenden Eltern-Kind-Gruppen und ein Spielkreis, die nur an zwei Nachmittagen zusammenkommen, gehen in der Krippe mit Tagesbetreuung auf. 15 Plätze für Kinder unter drei Jahren werden geschaffen, Voranmeldungen schon jetzt angenommen.

„Die Kernbetreuungszeit wird von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr sein“, erklärt die pädagogische Leiterin Birgit Klasen-Bohlen. „Es wird einen Frühdienst ab 7.30 Uhr geben und einen Spätdienst von 12 bis 14.30 Uhr“, ergänzt sie. Sowohl in der Krippe wie auch im Kindergarten werde dabei auf die Grundfesten der Waldorf-Pädagogik gesetzt: Vorbild, Nachahmung, Rhythmus und Wiederholung.

„Wir fördern die Selbstständigkeit“, erläutert Birgit Klasen-Bohlen. Deshalb wird es in dem an den Gruppenraum angeschlossenen Waschraum auch zwei Wickeltische geben, auf die die Kinder alleine hochklettern können. Aber erst nach dem Neubau, im Sommer 2009.

Noch Freie Plätze in Eltern-Kind-Gruppen

Der Waldorf-Kindergarten (Stedinger Landstraße) bietet ab August zwei Eltern-Kind-Gruppen an. Es gibt noch freie Plätze.

Gruppe 1 kommt mittwochs (9.30 - 11 Uhr) zusammen und richtet sich an Kinder ab einem Jahr. Es können sechs Kinder aufgenommen werden.

Gruppe 2 für Kinder ab zwei Jahren trifft sich donnerstags (15.30 - 17.30 Uhr). Die Zahl der Plätze ist auf sieben begrenzt.

Die Eltern-Kind-Gruppen bieten eine gute Möglichkeit, Gruppenerfahrungen zu sammeln. Zudem verstehen sie sich als erste Vorbereitung für den Kindergarten.

Die Leitung übernimmt die Sozial- und Waldorfpädagogin Birgit Klasen-Bohlen. Sie erteilt weitere Infos unter 04221/ 432 29.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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