NöRTEN Heute lieben ihn Wanderer, Golfer, Genießer und Reiter. Der erste große Fan des Hardenbergs im Süden Niedersachsens aber war kein Geringerer als Heinrich Heine (1797–1856). 1824 begann der Dichter im Leinetal seine berühmte Harzreise und schrieb: „Es liegen noch viele andere Burgruinen in dieser Gegend. Der Hardenberg bei Nörten ist aber die schönste.“

Trauungen im Keller

Von Efeu, Geschichten und Legenden umrankt thront die Burg über dem herrschaftlichen Landsitz der Grafen zu Hardenberg, der alten Kornbrennerei und dem gerade renovierten Burghotel. Über 1000 Jahre soll sie alt sein. Schlachten, Unwetter, Brände und der Zahn der Zeit haben der einst mächtigen Sandstein-Festung zugesetzt. Vieles wurde restauriert, der Gewölbekeller wird heute für Trauungen genutzt.

Lange hatte die Burg den Grafen bei Fehden Schutz geboten. Um 1400 hatte das klamme Bistum Mainz den Hardenbergs die Festung übereignet. In einer Gewitternacht stürzten 1698 große Teile der Burg ein. Die Grafen zogen daraufhin in ihr Stadtpalais in Göttingen und schließlich 1709 in das neu erbaute Schloss unter der Burgruine. Dort residieren sie bis heute inmitten des öffentlichen Schlossparks, in dem im Winter Schlittschuhläufer über eine riesige Eisbahn flitzen.

Der Turnierplatz zwischen Brennerei und Burghotel wird jedes Jahr im Frühsommer zur großen Bühne des internationalen Pferdesports. Sobald der Reitertross weitergezogen ist, kehren wieder Ruhe und Beschaulichkeit ein – und die Genießer zurück. Gourmets überzeugt Küchenchefin Katja Burgwinkel mit kreativen Gerichten. Benannt ist das Lokal nach Novalis. Der 1772 geborene Dichter war auch ein von Hardenberg. Novalis war sein Pseudonym.

Tückisches Loch

In der gutbürgerlichen Keilerschenke steht Wildschwein immer auf der Karte. Schließlich ist der Keiler das Wappentier der Hardenbergs. „Der Sage nach hat ein Keiler die Grafen einst gerettet“, erzählt Werksmeister Hans Jürgen Kotthaus auf seiner Führung durch die Brennerei.

Tückisches Loch

Bei einem nächtlichen Angriff der Ritter der Burg Plesse warnte das aufgeschreckte Wildschwein die Burgherren, die die Attacke so im letzten Moment zurückschlagen konnten. Aus Dankbarkeit nahmen die Hardenbergs das Tier in ihr Wappen auf. Heute zieren tausende Keilerköpfe den Landsitz.

Selbst die Golfer auf dem angegliederten Golfresort können dem Keiler nicht aus dem Weg gehen. Schon bei der Anmeldung bekommt jeder einen „Kleinen Keiler“ geschenkt. Der Likör soll offenbar Mut machen. Und den braucht man auf dem schwierigen Niedersachsen-Kurs auch. Dessen elftes Loch liegt tückisch auf einer Insel in Form eines Keilerkopfes.

 @   http://www.der-hardenberg.com

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