Frankfurt /Main Apfelwein heißt hier „Äbbelwoi“ oder „Stöffsche“, und Bürotürme ragen in den hessischen Himmel. Wer nach Frankfurt am Main kommt, den locken meist Messen und Business. Doch schon im Radius von einer Autostunde um die Metropole finden Geschäftsreisende schnell Entspannung in ländlichen Gasthöfen inmitten herrlicher Natur. Einige der nahen Refugien eignen sich auch für den Kurzurlaub mit der ganzen Familie: Auf manchen Höfen kann man hessisches Brauchtum oder die Apfelweinkelterei live erleben.

Apfelwein und Likör

Im „Rhönschaf-Hotel“ bei Familie Krenzer in Ehrenberg-Seiferts zum Beispiel. In fünfter Generation dreht sich bei den Krenzers auch vor und nach der Apfelernte im Spätsommer vieles um die Kelterei: 80 Bäume stehen auf der Streuobstwiese am Restaurant. Gäste können in historischen Schäferwagen einchecken, die zwischen Bäumen wie der Goldparmäne, dem Schönen von Boskoop oder der Kanadischen Renette stehen. Neben unzähligen Apfelweinsorten produzieren Jürgen und Sylvia Krenzer auch Likörwein. Das Geheimnis ihrer Rezeptur? „Anders als viele Großkeltereien, keltern wir sortenrein“, erklärt Sylvia Krenzer. Je nach Jahresertrag fließen im Rhönschaf-Hotel 8000 bis 20 000 Liter aus der Kelter. Gäste können nach Voranmeldung mitkeltern, Führungen durch die Anlage gibt es ganzjährig.

Mit lautem „Puttputtputt“ tuckern restaurierte Traktoren durch die Vogelsbergregion nahe Fulda. Ein Tritt auf das Gaspedal und der Schalensitz bebt. Wer die Hessenmühle im Ortsteil Kleinlüder der Gemeinde Großenlüder besucht, kann selbst zur Oldtimer-Tour auf Porsche oder Hanomag starten. „Kupplung kommen lassen, geht alles wie beim Auto“, ruft der Senior gegen die lauten Motoren an.

Eine halbe Traktorstunde geht es vorbei an Weideland und Fachwerkhäusern zur Stegmühle in Hosenfeld: Bei Hugo Schnabel dreht sich das Mühlrad an der rauschenden Lüder wie vor 500 Jahren – Besucher willkommen. Auch Koch ordert nebenan im Mühlenladen Mehl für sein Restaurant.

Historische Häuser

Im Freilichtmuseum Hessenpark scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: Bei Neu-Anspach, 45 Kilometer nordwestlich von Frankfurt, wurden über 100 historische Gebäude aus ganz Hessen wiedererrichtet. Hinter Fachwerkkulisse und gemütlichen Sprossenfenstern überrascht am großen Marktplatz das Landhotel „Zum Hessenpark“ mit Vier-Sterne-Luxus. Das Dorf selbst bietet 400 Jahre Lokalgeschichte. Letzter Einlass in den Hessenpark ist um 17 Uhr. Doch: „Man kann bleiben, solange man will und wird auch mit Picknick-Korb hereingelassen“, verrät Parksprecherin Pia Preuß. Ein herrlicher Fleck für einen Sonnenuntergang mit Landgeruch, ganz nah an der Metropole.


  www.hessen-tourismus.de 

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