Komma anne Bude
Trinkhallen im Ruhrgebiet feiern sich selbst

Budenzauber im Revier: Fast 200 Trinkhallen im Ruhrgebiet zeigen am Samstag, dass sie mehr drauf haben als süße Tüte, Bier oder H-Milch. Mit Budenkultur wollen die Touristiker auch für die Region werben.

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Musiker Nii Okine Mettlz (l) und Natty Marbell erfrischen sich gern mit einem Getränk vom Grünen Büdchen in Duisburg, wo sie von Jaqueline Wolf bedient werden. Foto: Federico GambariniBild: dpa-infocom GmbH
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Duisburg (dpa) - Beim zweiten Tag der Trinkhallen im Ruhrgebiet am 25. August stellen erneut 50 Büdchen ein gesponsertes Kulturprogramm auf die Beine. In fünf Sparten wie etwa Kleinkunst, Fußball und Musik feiern sie am Samstag (25. August) von 15 bis 22 Uhr die Budenkultur des Ruhrgebiets.

Weitere knapp 150 Buden beteiligen sich mit eigenen Programmen an dem Event, das 2016 zum ersten Mal veranstaltet wurde. Für Fahrradfahrer, die mehr als eine Bude besuchen wolle, bietet der Fahrradclub ADFC geführte Budentouren an.

Erstmals gibt es fünf "Filmbuden", wie der Veranstalter Ruhr Tourismus mitteilte. An ihnen werden Ausschnitte aus Familienfilmen von Bürgern gezeigt.

"Die Bude um die Ecke hat im Ruhrgebiet eine große Bedeutung. Sie ist für viele Menschen ein Stück Heimat", sagte der stellvertretende Regionaldirektor Markus Schlüter laut Mitteilung. Mit dem Tag der Trinkhallen feiere man die Bude als "Begegnungsort der Kulturen".

Die Büdchen kamen während der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts in Ballungsräumen in Mode. Unternehmer versuchten, die Arbeiter an den Trinkhallen mit Mineralwasser zu versorgen, um den Alkoholkonsum einzudämmen.

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