HAMBURG HAMBURG/GMS - Gesunde Ernährung ist bei den Elefanten im Hamburger Tierpark Hagenbeck auf dem Vormarsch: „Wir haben die Besucher gerade umerzogen. Früher brachten sie vor allem Nudeln und Brot mit, heute sind es Obst und Gemüse“, sagt Stephan Hering-Hagenbeck, einer der beiden Zoodirektoren. Dass die Besucher die Elefanten füttern dürfen, erlauben längst nicht alle Zoos, doch in Hamburg ist das schon lange so – und es macht die grauen Dickhäuter zu den Publikumslieblingen.

Daneben lohnt aber auch die Gestaltung der Anlage den Besuch: Die „Landschaftspanoramen“, in denen viele Tiere leben, waren bei der Eröffnung 1907 eine Sensation und gelten bis heute als vorbildlich. „Das war und ist Hagenbecks Konzept: Tiere ohne Barrieren zu zeigen“, sagt Hering-Hagenbeck. Die nun bald 100 Jahre alte „Löwenschlucht“ sei einst die erste offene Raubtieranlage der Welt gewesen.

An diese Tradition knüpfte der privat betriebene Zoo zuletzt mit dem 2004 in Betrieb genommenen neuen Affenhaus an. Unter einer großen Glaskuppel leben 14 Sumatra-Orang-Utans – eine Art, die in der freien Wildbahn fast ausgestorben ist. Sie teilen sich ihr Gehege ohne Gitter mit asiatischen Kurzkrallenottern. Der Clou dabei: Die Kuppel lässt sich zu einem Drittel öffnen. „In wenigen Minuten wird das Innen- damit zum Außengehege. Und die Tiere bekommen regelmäßig neben Sonne und Licht auch etwas Regen.“

Vom Orang-Utan-Haus reicht der Blick weit über den so genannten Birma-Teich. Andere Tiere sind kaum zu sehen, der Zoo wirkt – nicht nur hier – wie ein Landschaftspark. „Auch das gehörte zum Konzept von Carl Hagenbeck 1907 – dass nicht eine Attraktion neben der nächsten zu finden ist, sondern das Auge immer wieder auch Ruhepausen bekommt“, erklärt der Direktor. Insgesamt leben auf dem Gelände etwa 2500 Tiere aus knapp 360 Arten.

Öffnungszeiten: Mitte März bis Ende Oktober täglich 9–17 Uhr, bei gutem Wetter bis maximal 19 Uhr; von November bis Mitte März täglich 9–16.30 Uhr

www.hagenbeck.de

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