Friesenbrücke In Weener
Neue Emsfähre fährt zunächst ohne Passagiere

Anstelle der unterbrochenen Emsquerung sollte ab diesem Wochenende eigentlich eine Fähre im Einsatz sein. Die fährt auch – aber zunächst ohne „Ladung“. Der Landkreis Leer möchte erst eine Zuwegung gebaut sehen.

Bild: Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Über diese Brücke kommt man nicht mehr auf die andere Seite der Ems. Mit der neuen Fähre allerdings auch noch nicht...Bild: Mohssen Assanimoghaddam/dpa
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Weener Die neue Emsfähre in der Nähe der zerstörten Friesenbrücke im ostfriesischen Weener kommt nur schwer in Gang. Die kleine Personenfähre soll als Ersatz für die unterbrochene Emsquerung dienen und bis zu acht Passagieren mit Fahrrädern über den Fluss bringen. An diesem Samstag war eigentlich der offizielle Probebetrieb mit ersten Passagieren an Bord geplant, doch die müssen noch eine Zeit lang warten. Der Landkreis Leer pocht zunächst auf eine Zuwegung zum Fähranleger in Weener, die 200 Meter lange Strecke muss erst noch gebaut werden.

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Der Testbetrieb ohne Passagiere solle dennoch an diesem Wochenende starten, sagte ein Sprecher der Papenburger Meyer Werft. Das Unternehmen und die Reederei Schulte und Bruns sind verantwortlich für Schiff und die beiden Anleger, den Fährbetrieb selbst organisiert die neue Schiffsgesellschaft „Friesenbrücke“. Deren Geschäftsführer Eberhard Lüpkes kann derzeit noch keine Termine für den Probelauf mit Passagieren und die offizielle Eröffnung des regulären Fährbetrieb benennen. Vorerst könnten daher zunächst nur An- und Ablegemanöver geübt werden.

Die „Friesenfähre“ soll die im Dezember 2015 bei einer Schiffskollision zum großen Teil zerstörten Friesenbrücke bis zum Neubau in sechs Jahren provisorisch ersetzen. Seit der Zerstörung ist der Bahnverkehr zwischen Deutschland und den Niederlanden in der Region unterbrochen. Auch Fußgänger und Radfahrer müssen lange Umwege machen.

Der Brücken-Neubau selbst wird frühestens im Jahr 2024 abgeschlossen sein und mindestens 66 Millionen Euro kosten. Nach unbestätigten Schätzungen könnten es sogar 80 Millionen Euro werden.

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