Vechta Zum 14. Mal hatte das Vechtaer Institut für Forschungsförderung Medizinstudenten zu einem viertägigen Seminar für Notfallhilfe und Notfallchirurgie eingeladen. Das Interesse war riesengroß. Da die Teilnahme organisatorisch begrenzt werden musste, konnten nur 17 angehende Mediziner und Medizinerinnen begrüßt werden. Acht Teilnehmer studieren in Marburg, fünf in Homburg und je einer in Köln, Greifswald, Kiel und Münster. Sie alle absolvierten ein Seminar, das überwiegend praktische Inhalte hatte.

Die Chefärzte Professor Dr. Dietrich Doll, Dr. Christian Hönemann und Dr. Olaf Hagemann begleiteten die Medizinstudenten durch das St.-Marien-Hospital. Die jungen Leute nahmen an Visiten auf den Stationen teil und erhielten in allen Fachabteilungen reichlich Informationen von den Chefärzten.

Besonders interessant war für die künftigen Ärzte das Programm vor Ort. Keiner von ihnen war schon einmal mit einer Drehleiter der Kreisfeuerwehr über 20 Meter in die Luft befördert worden. Dabei wurde demonstriert, wie man im Notfall mit der Leiter verletzte Personen aus oberen Stockwerken rettet. Genauso unbekannt war bis dahin den meisten die Atemschutzübung.

Danach gab es noch ein ausführliches Gespräch mit dem Kriseninterventionsteam des Malteser-Hilfsdienstes. Beim Fahrsicherheitsdienst auf dem Fliegerhorst Diepholz mussten die Studenten Hand anlegen und zum Beispiel eine simulierte verletzte Person aus einem verunfallten Auto retten.

„Solche praktischen Hilfen bekommt man im Hörsaal nicht“, so eine Teilnehmerin. Die Studenten lernten auch in Vechta und Umgebung Land und Leute kennen. Alles zusammen genommen ist es ein Beitrag des Vechtaer Instituts für Forschungsförderung, das auch künftig zweimal im Jahr ein solches Seminar anbieten wird, wie Dietrich Doll, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins, erklärte.

Erste Erfolge, Ärzte in den ländlichen Raum zu holen, seien bereits geglückt. Über die Seminare seien schon drei Ärzte in der Anästhesie des St.-Marien-Hospitals tätig.

Doll dankte den helfenden Ärzten und Teams von der Feuerwehr und den Maltesern sowie der Verkehrswacht, vor allem aber den Sponsoren vom St.–Marien-Hospital und der Gesundheitsregion des Landkreises Vechta.

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