Vechta /Dinklage Das Jugendgericht Vechta hat am Montag ein Strafverfahren gegen zwei 18-jährige Auszubildende aus Dinklage wegen einer Teilnahme an einem verbotenen Autorennen am 11. Juni 2019 auf der Holdorfer Straße in Dinklage verhandelt.

Das Gericht stellte das Verfahren ein. Die beiden Angeklagten müssen ein Monatsgehalt von je 600 Euro an die Kreisverkehrswacht und an die Opferhilfe zahlen und einen Verkehrserziehungskursus absolvieren. Beiden wurde der Führerschein, der seit dem Sommer 2019 entzogen war, wieder ausgehändigt.

Vier junge Männer hatten sich in der Nacht nach einer Feierlichkeit (Langweger-Schützenfest) getroffen. Die zwei Angeklagten waren mit ihren Beifahrern von Dinklage nach Holdorf zu einem Schnellimbiss gefahren. Auf der Fahrt zurück nach Dinklage sah eine zivile Funkstrafe der Polizei, wie die beiden Fahrer an einer Kreuzung nebeneinander und dann sowohl auf der geraden Strecke als auch in einer scharfen Kurve viel zu schnell fuhren und die erlaubten Geschwindigkeitsgrenzen wiederholt überschritten.

Auf der knapp vier Kilometer langen Strecke überholten sich die zwei mit ihrem Audi A6 und Mercedes 220 ihrer Eltern zweimal und erreichten Geschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern, wie eine Polizistin als Zeugin erklärte.

Die beiden Beifahrer machten so gut wie keine Aussagen. Die Angeklagten ließen durch ihre Verteidiger erklären, dass man sich nicht an die erlaubten Geschwindigkeitsbegrenzungen gehalten habe, es sei aber kein Autorennen gewesen. Es seien Probefahrten bei wenig Verkehr gewesen. Der Straftatbestand eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens sei nicht gegeben.

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