Goldenstedt Im Prozess gegen den 40 Jahre alten Mann aus Goldenstedt, der sich vor dem Oldenburger Landgericht wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes verantworten musste, ist der Angeklagte zu einer Gefängnisstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Nach Überzeugung des Gerichtes hat sich der Angeklagte in mehreren Fällen an seiner Stieftochter vergangen.

Auf Freispruch plädiert

Der genaue Beginn der sexuellen Übergriffe ist unklar. Das Mädchen war entweder zwölf oder vierzehn Jahre alt. Laut Anklage lag der Tatzeitraum zwischen 2004 und 2009. Heute ist die Stieftochter des Angeklagten eine erwachsene Frau. Die Verteidigung hatte in dem Verfahren auf Freispruch plädiert. Der Angeklagte selbst hatte die Vorwürfe bestritten. Sein Anwalt erklärte: „Mein Mandant hat keinerlei sexuelle Handlungen an dem Mädchen vorgenommen“.

Aussage gegen Aussage

Man habe es in dem Prozess mit einer Aussage-gegen-Aussage-Konstellation zu tun, man müsse dem Angeklagten glauben, meinte der Verteidiger des Angeklagten. Das Gericht sah das aber komplett anders. Weil der Angeklagte die Vorwürfe bestritt, musste seine Stieftochter als Zeugin aussagen. Sie bekräftigte noch einmal die Anklage. Die Verteidigung sah dann in der Aussage der Frau „Widersprüche und Ungereimtheiten“.

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Nicht aber so das Gericht. Das schenkte der Zeugin absoluten Glauben.

Druck ausgeübt

Der Angeklagte soll Druck auf seine Stieftochter ausgeübt und damit gedroht haben, das Kind in ein Kinderheim zu stecken, falls es mit den Übergriffen nicht einverstanden sei. Die Mutter des Kindes war krankheitsbedingt nicht anwesend gewesen. Die Verteidigung will das Urteil nun aber nicht akzeptieren. Diese hat für den Angeklagten Revision gegen das Urteil eingelegt.

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