Ein 150. Vereinsjubiläum in Wilhelmshaven, einer Stadt, die erst vor 142 Jahren ihren Namen bekam, ist sicherlich etwas ganz Besonderes. Beim Wilhelmshavener Schützenverein ist dies der Fall. Die Gründungsväter des Heppenser Wehrvereins, Schiffsführer Karl Wildt, er leitete den Verein, Maurermeister Gerhard Grashorn, Kaufmann Johann Tiarks, Gastwirt Carl Schneider, Schiffsführer C. Sprenger, Wirt Alfred Oetken, Kaufmann Carl Reich, in dessen Logierhaus man sich traf, Werksmeister C. Feldmann, Kontrolleur Gustav Schulz, Werftschreiber C. Weinhold sowie die Landwirte Friedrich Lübben und Ellerbrock kamen 1861 nur acht Jahre nach dem preußischen Ankauf des oldenburgischen Geländes 1853, auf dem die Jadestadt ihren Anfang nahm, zusammen.

Sport im Vordergrund

Ging es damals um bürgerliche Wehrhaftigkeit, steht heute der Sport im Vordergrund. Tradition erhielt ein zeitgemäßes Gewand. So tragen die derzeit rund 150 Schützen mit Stolz seit 1894 das Stadtwappen an ihren Uniformen und auf der Fahne, ein 1961 erneuertes Privileg. Ein noch älteres Banner bestickte die Frau von Baurat und Ehrenmitglied Heinrich Wilhelm Göker. Es wurde 1863 zum ersten Schützenfest geweiht und stets in Ehren gehalten. Der Wilhelmshavener Schützenverein ist der älteste der sieben Vereine in der Wilhelmshavener Schützengilde.

Den ersten Schützen ging es nicht zuletzt um die Verteidigung der Festung an der Jade gegen mögliche dänische Angriffe. Man stellte ein strenges Exerzierreglement und eine Jungschützenabteilung auf. Den befestigten Schießständen im Dauensfelder Groden folgte 1873 der Erwerb der über zwei Hektar großen heutigen Anlage in Bant. Zeitweilig schoss man hier sogar über 200 Meter, auch Soldaten nutzten die Anlage. Heute wird hier Bogenschießen, Kleinkaliber auf 50 und 100 Meter, Pistolen- und Armbrustschießen praktiziert. Den 1887 errichteten Schützenhof, zuletzt als Supermarkt genutzt, riss man leider 2001 ab. Der Wilhelmshavener Schützenverein musste ihn bereits in der Inflationszeit verkaufen.

Keine Aufzeichnungen

Folgt man den Ausführungen von Rudolf Gutzmann, seit zehn Jahren Präsident, sei 1911 nur im Vereinsrahmen gefeiert worden, danach gebe es bis 1920 überhaupt keine Aufzeichnungen. Durch den

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