Oldenburg Der vorige Woche zu lebenslanger Haft verurteilte Serienmörder und Ex-Krankenpfleger Niels Högel hat gegen diese Entscheidung des Oldenburger Landgerichtes Revisionsantrag gestellt. Das teilte die Pressestelle des Gerichtes am Dienstag mit. Weitere Anträge – etwa durch Nebenkläger – seien derzeit nicht bekannt. Die Frist läuft noch bis Donnerstag, also eine Woche nach Verkündung des Urteils. Die Verteidigerinnen Ulrike Baumann und und Kirsten Hüfken hatten nach der Urteilsverkündung zunächst erklärt, sich über das weitere Vorgehen mit ihrem Mandanten besprechen zu wollen.

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Der 42-Jährige war wegen 85 Morden zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Zugleich hatte die Kammer am vergangenen Donnerstag die besondere Schwere der Schuld festgestellt, wodurch eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren in der Praxis so gut wie ausgeschlossen wird.

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Angeklagt war Högel wegen 100 Morden, in 15 Fällen entschied das Gericht aber nach dem Grundsatz „in dubio pro reo“ (im Zweifel für den Angeklagten) auf Freispruch. Sollte die Revision zugelassen werden, dann werden von einer höheren Instanz ausschließlich etwaige Verfahrens- oder Rechtsfehler geprüft und nicht etwa erneut Tatsachen. Es findet keine neue Beweisaufnahme statt.

Karsten Krogmann Redakteur / Reportage-Redaktion
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