Oldenburg /Delmenhorst Irgendwann kam ihnen die zündende Idee: „Wir haben doch alle ein Beet! Wir könnten doch gucken, mit welchem Wasser Pflanzen am schnellsten wachsen: Tümpel- oder Regenwasser? Oder Leitungswasser?“ Bingo. Die Projektidee, mit der sich Tammo Wriedt (12 Jahre), Nino Skora (12) und Noel Özel (13) vom Max-Planck-Gymnasium Delmenhorst am Wettbewerb „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ beteiligen wollten, war geboren. Die experimentierfreudigen Schüler hatten sogar so großen Erfolg mit ihrem Experiment, dass sie sich als Regionalsieger für den jetzigen Landesentscheid qualifizierten. Als eines von insgesamt 43 niedersächsischen Schülerteams präsentieren sie ihre Forschungen der Öffentlichkeit an diesem Freitag von 9 bis 12.30 Uhr und Samstag von 9 bis 10.30 Uhr im EWE-Zentrum für Aus- und Weiterbildung (Waterender Weg 30a, Oldenburg) – und hoffen auf den Landessieg.

Ein paar Stände weiter sitzen die 13-jährigen Nachwuchsprogrammierer Tammo Mintken, Leonard Kottisch und Sammo Imgart. Im Rahmen der „Jugend forscht“-AG der Cäcilienschule haben die drei einen digitalisierten Klassenraum entwickelt. Nutzer können sich beispielsweise Stundenpläne ansehen oder Aufgaben verteilen. „Eines unserer Ziele war die Differenzierung: Schwächere Schüler sollen gefördert, stärkere Schüler gefordert werden“, erklären sie. Einloggen kann man sich entweder als Schüler, als Lehrer oder als Verwaltung.

Tammo Mintken (von links), Leonard Kottisch und Sammo Imgart präsentieren ihr digitalisiertes Klassenzimmer beim Landeswettbewerb in Oldenburg. Bild: Ziegeler

Die Woche vor dem Regionalwettbewerb, der Mitte Februar stattfand, haben sie als sehr anstrengend in Erinnerung. „Aber als wir dann unser Projekt vorstellen konnten, war das toll. Die Arbeit hat sich gelohnt“, sagt Sammo.

„Insgesamt haben sich diesmal niedersachsenweit 647 Schülerinnen und Schüler am Wettbewerb beteiligt“, sagt Valentina Holle, Landeswettbewerbsleiterin. 71 Teilnehmer (darunter 26 Mädchen und 45 Jungen) haben sich in acht Regionalwettbewerben mit ihren Projekten – entweder alleine oder als Gruppe – für den Landeswettbewerb qualifiziert. „Viel Inspirationspotenzial“ sieht Christian Arnold, Leiter Business Innovation bei der EWE AG und Schirmherr des Landeswettbewerbs: „Aus den vergangenen Jahren weiß ich, mit was für einfachen Dingen die Schüler etwas Nachhaltiges schaffen können.“

Am Samstag werden die Landessieger der sieben Kategorien (Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik) ab 11 Uhr im Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters verkündet.

Für Tammo, Leonard und Sammo steht fest: „Wir wollen unbedingt noch mal am Wettbewerb teilnehmen!“ Ob sie nächstes Mal dann wieder programmieren wollen? Vielleicht. „Mathe können wir auch.“

Jantje Ziegeler Redakteurin / Online-Redaktion
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