Der sonst so offensive Finanzminister Hartmut Möllring kann auch mit Zurückhaltung punkten. Beim traditionellen Tennisturnier der Unternehmerverbände Niedersachsen in Braunschweig trumpfte der CDU-Politiker groß auf und sicherte sich den Sieg im gemischten Politik/Wirtschaft-Doppel mit Salzgitter-AG-Manager Frank Seinsche. Auf dem Tennisplatz sei er „eher defensiv“, erklärte Möllring. Zu sehr draufhauen sei da nicht gut. Mit von der Partie, aber nicht ganz so erfolgreich, waren die FDP-Minister Jörg Bode (Wirtschaft) und Stefan Birkner (Umwelt).

Da Birkner auch Energieminister ist, bat ihn die FDP-Fraktion nach einem Stromausfall in den Fraktionsräumen am Mittwoch per SMS um Hilfe. Die Antwort war enttäuschend: Er habe erst am Freitag Zeit, mal vorbeizuschauen, simste Birkner aus Berlin, wo er eine FDP-Arbeitsgruppe zur Energiewende leitete. Der Stromausfall war zum Glück schnell behoben. „Ich weiß nicht, ob wir Stefan wirklich gerne an den Stromkasten gelassen hätten“, argwöhnte Fraktionssprecher Martin Brüning.

Selbst bei einem Regierungswechsel 2013 bliebe Niedersachsen schottisch geprägt. Beim SPD-Sommerfest spielten überraschend Dudelsäcke auf. Eine Abordnung der Band „Crest of Gordon“ aus dem Bremer und Oldenburger Umland musizierte, an der Trommel und im Kilt: SPD-Fraktionssprecher Olaf Reichert. Da lauschten auch Ex-Kanzler Gerhard Schröder und Gattin Doris Schröder-Köpf intensiv. Reichert bezeichnete den Auftritt als „augenzwinkernden Abschiedsgruß“ an Ministerpräsident David McAllister (CDU). Der könne diesen Teil der europäischen Folklore und die Pipe-Szene in Niedersachsen nicht für sich vereinnahmen.

Im Halteverbot stehen die Linken regelmäßig vor dem Landtag. Die Polizei kommt allerdings nur bei Blechschäden an den sozialistischen Autos – wie zuletzt bei Fraktionssprecher Christian Degener geschehen. „Wir haben eine Genehmigung“, erklärte Degener. Und der Polizei sei es recht, wenn der Verkehr so etwas gebremst werde. Das gelingt manchmal offenbar zu gut.

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