Langeoog /Berlin Drei Monate nach der Havarie des Frachters „Glory Amsterdam“ vor Langeoog steht der kommissarische Bundesverkehrsminister Christian Schmidt (CSU) in der Kritik der Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste (SDN).

Der Verein, dem nach eigenen Angaben rund 200 Kommunen, Kreise und andere Einrichtungen angehören, will wissen, warum das Stranden des Schiffes am 29. Oktober 2017 nicht verhindert werden konnte.

Lesen Sie auch:Wurde die Rettungsaktion der „Glory Amsterdam“ sabotiert?

Zwar habe das Ministerium bereits auf ein erstes Schreiben von Mitte Dezember reagiert – allerdings ohne Informationen zu liefern. „Als Antwort in einem Standardschreiben Nebelkerzen zu werfen, ist an Missachtung gegenüber der Küstenbevölkerung nicht zu überbieten“, so der SDN-Vorsitzende Dieter Harssen, Landrat des Kreises Nordfriesland.

In seiner ersten Antwort habe das Ministerium auf Leistungen des Havariekommandos von Bund und Ländern verwiesen, so die SDN. Doch das reiche nicht: „Wenn ein Havarist zehn Stunden lang durch deutsche Küstengewässer getrieben und schließlich gestrandet ist, dann kann Ihr Haus doch nicht allen Ernstes von einer hervorragenden Arbeit sprechen“, schreibt SDN-Chef Harssen an Schmidt.

Der Langeooger Bürgermeister Uwe Garrels (parteilos) zeigte sich am Mittwoch ebenfalls unzufrieden. „Wir haben größte Sorgen, dass die Havarie nicht zu den erforderlichen Konsequenzen führt.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.