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Bund-Länder-Runde
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Wilhelmshaven Das Schicksal von drei in Wilhelmshaven an der Kette liegenden Frachtern ist weiter ungewiss. Die Finanzbehörden planen eine Zwangsversteigerung, um laufende Kosten für die Containerschiffe zu decken. In Schifffahrtskreisen wird für den Winter mit monatlich 500 000 Euro Kosten gerechnet, um die Frachter betriebsbereit zu halten. Ihr Wert wird auf jeweils sechs bis sieben Millionen Euro geschätzt. Eine Zwangsversteigerung befürwortet auch der Bremer Rechtsanwalt Jürgen Maly. Er vertritt die Internationale Transportarbeitergewerkschaft ITF, die mit dem marokkanischen Reeder um offene Heuern für die Seeleute prozessiert.

„Die Schiffe brauchen mehrere Tonnen Diesel am Tag, damit die Maschinen nicht kaputt gehen“, sagte Maly. Das Hauptzollamt Osnabrück wolle als Bundesvollstreckungsbehörde mit einer Versteigerung die Kosten wie Liegegebühren abdecken, die ansonsten den Steuerzahlern entstehen. Die Behörde wollte sich auf Anfrage mit dem Hinweis auf das Steuergeheimnis nicht zum weiteren Vorgehen äußern.

Die früher für die dänische Reederei Maersk fahrenden Containerschiffe „Maersk Valletta“, „Maersk Vigo“ und „Maersk Vancouver“ hatten im Sommer Schlagzeilen gemacht. Sie mussten wochenlang vor Wangerooge ankern, weil sich der marokkanische Reeder nicht mehr um sie gekümmert hatte und zahlungsunfähig war.

Als sich die Versorgungslage auf den Schiffen zuspitzte, organisierte das deutsche Havariekommando in Cuxhaven das Einlaufen in Wilhelmshaven. Seitdem liegen die Frachter in Wilhelmshaven fest. Bis auf eine Notbesatzung auf jedem Schiff konnten die Seeleute aus der Ukraine, von den Philippinen und Russland in ihre Heimatländer ausreisen.

Bislang seien Heuerforderungen in Höhe von 320 000 US-Dollar (rund 237 470 Euro) erstritten, sagte Anwalt Maly. Noch offen seien Forderungen der Seeleute von 550 000 Euro für Heuern, Schmerzensgeld und Anwaltskosten. Daneben hätten die Hafenbehörden um Ausgaben in Höhe von 600 000 Euro verhandelt, von denen bisher nur 300 000 Euro geflossen seien. Eine Frist für die zweite Zahlung habe der Reeder Anfang November verstreichen lassen. Am 21. Januar steht eine weitere Verhandlung vor dem Arbeitsgericht Wilhelmshaven an.

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