ZWISCHENAHN /VIELSTEDT Peter Krupp ist Zwischenahner. Als junger Mann hatte er den deutschen Spitzenflieger und international bekannten Kunstflugmeister Gerd Achgelis auf dem Flugplatz Hatten kennengelernt und seine fliegerischen Fähigkeiten bewundert. Jetzt war er völlig überrascht darüber, dass er im Vielstedter Bauernhaus aus den Händen des ehemaligen Kampffliegers Fritz Ungar aus Oldenburg die begehrte Silberschale als „Kavalier der Lüfte“ überreicht bekam – eine Auszeichnung, , die Flugkapitän Achgelis 1967 gestiftet hatte.

Der im Vorjahr ausgezeichnete Ungar hielt traditionell die Laudatio und erinnerte an Kavaliere wie Friedrich Jahn, der die Reihe der Geehrten anführte, Gerhard „Küken“ Hubrich (1971), Wilhelm Hillmann (1975), Günther Mieser (1982) oder auch den Astronauten Thomas Reiter, der diesen Ehrentitel 1997 erhielt. Auch der ehemalige Huder Bürgermeister Gerold Pflug gehörte dazu, der aufgrund seiner Verdienste für diese Stiftung 2005 den Titel verliehen bekam.

Ungar beschrieb den Weg von Peter Krupp über Schule und Medizinstudium bis zur Tätigkeit als Stabsarzt bei der Bundeswehr, den Erwerb des Privatpilotenscheines und die Tätigkeit als Arzt im Evangelischen Krankenhaus in Oldenburg. Als Mitglied im „Club der Flieger Oldenburg“ stellte sich dann die logische Frage, ob Dr. Krupp nicht Fliegerarzt werden wolle. Dies wurde in die Tat umgesetzt, und als der Mediziner 1978 die Praxis des Vaters in Bad Zwischenahn übernahm, konnte er den Stamm der Piloten, die zu ihm zur fliegerärztlichen Untersuchung kamen, beträchtlich ausdehnen. Fünf Jahre später wurde die Zulassung als Fliegerarzt erweitert für Berufspiloten.

Der ambitionierte Flieger Peter Krupp berichtete den zahlreichen Gästen auf dem 41. Fliegerabend, dem sich nach der Überreichung des Ehrenpreises ein Essen und gemütliches Beisammensein anschloss, von seinen Flügen mit der Moran aus Hatten nach Helgoland, der Schulung auf der Cessna 172 und seiner ersten eigenen Maschine, eine nagelneue Grumman AA5 Traveler, mit der er Reisen von Nordschweden bis nach Marokko unternahm, von seinen Hawaii-Inselflügen und einer schwierigen Nachtlandung in Las Vegas. Als besonderen Abschnitt seines fliegerischen Lebens bezeichnete Krupp seine Hubschrauberschulung in Ganderkesee.

Heute unternimmt der 41. Kavalier der Lüfte mit seiner DR 400 Regent europaweit Flüge und strebt eine Gesamtflugzeit von 1500 Stunden an.

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