Teures Upgrade
Flug gestrichen: Keine Ersatztickets für die Business Class

Die Beine lassen sich ausstrecken, das Schlafen wird angenehmer: Die Business Class ist komfortabel. Hat man als Pauschalurlauber allerdings Economy gebucht, muss man bei einer Ersatzbuchung dabei bleiben. Das zeigt ein Urteil des Landgericht Landshut.

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Wer als Pauschalreisender Economy gebucht hat, muss die Kosten für die Business Class selbst tragen, wenn er bei einem Ersatzflug upgradet. Foto: Klaus-Dietmar GabbertBild: dpa-infocom GmbH
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Landshut (dpa/tmn) - Wird ein Flug gestrichen, bucht sich mancher Pauschalurlauber kurzerhand einen zeitnahen Ersatz. Er verlangt die Kosten dann später vom Reiseveranstalter zurück.

Er kann jedoch nicht auf die Erstattung hoffen, wenn er nicht in der Economy, sondern in der Business Class nach Hause fliegt. Das zeigt ein Urteil des Landgerichts Landshut (Az.: 14 S 3021/17).

In dem verhandelten Fall wurde der Flug des Klägers von Mallorca nach München gestrichen. Die Airline organisierte einen Ersatzflug, der Nürnberg am Folgetag erreichen sollte. Von dort sollte es mit Bussen nach München gehen.

Dem Urlauber dauerte das zu lange. Er buchte bei einer anderen Airline eine frühere Verbindung - allerdings waren nur noch Plätze in der Business Class frei. Die Kosten: 781 Euro pro Person. Der ursprüngliche Flug hatte 84 Euro gekostet. Das Geld wollte der Kläger von der beklagten Airline zurück.

Ohne Erfolg. Flüge in der Economy und Business Class seien nicht miteinander vergleichbar, so das Gericht. Das vom Kläger gebuchte, deutlich teurere Ticket sei nicht erstattungsfähig. Der Ersatzflug nach Nürnberg plus Bustransfer sei zumutbar gewesen.

Über das Urteil berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift "ReiseRecht aktuell".

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