BERLIN Spätestens seit Canon und Nikon Systemkameras mit Videofunktionen anbieten, haben die Camcorderhersteller nachgelegt. Das Ergebnis: neue fein auflösende Camcorder (HD: High Definition) mit guter Videoqualität. Die Stiftung Warentest hat 20 Camcorder geprüft („test“, 11/10), drei mit Festplatte als inte­grierten Massenspeicher und 17 mit Festspeicher.

Camcorder mit Festplatte bieten einen üppigen Speicher. Sie sind gut für Nutzer, die das Videomaterial einer ganzen Urlaubssaison im Camcorder speichern oder tagelang am Stück filmen wollen. Bei diesen Geräten erreichten Panasonic HDC-HS700 und Sony HDR-XR550VE ein gutes Qualitätsurteil. Beide kosten über 1000 Euro, beide punkten mit guter Bildqualität. Der Panasonic meistert Aufnahmen bei wenig Licht besser, dafür stabilisiert der Sony sehr gut. Preisliche Alternative ist der JVC Everio GZ-HD500.

Die Festplatte ist aber auch ein Schwachpunkt der Geräte. Sie ist mechanisch empfindlich. Einmal heftig mit dem Camcorder während der Aufnahme irgendwo anstoßen – und mit etwas Pech hat die Platte eine Macke weg. Im Extremfall sind alle Aufnahmen verloren. Da empfehlen sich Camcorder mit Festspeicher, auch Flash-Speicher genannt. Die sind robuster. Mittlerweile können die Chips etliche Stunden Videomaterial konservieren. Weiterer Vorteil: Pfeifen und Surren, das bei Festplatten über das Einbaumikrofon hörbar wird, ist bei Festspeichern Vergangenheit.

Als zusätzlichen Wechselspeicher zum Datenaustausch mit einem Computer bieten fast alle Camcorder einen Schacht für SD-Speicherkarten. Die sind aus Fotoapparaten bekannt und völlig unkompliziert zu handhaben. Wer diese Speicherkarten nutzt, kann den internen Speicher der Camcorder ungenutzt lassen. Qualitätsnachteile gibt es nicht. Im Gegenteil: Der beste Camcorder des Tests, der Canon Legria HF S21, ist ein Festspeichergerät. Allerdings kostet er mit knapp 1200 Euro auch viel Geld. Gut 700 Euro billiger ist der Sony HDR-CX116E. Der bietet noch gute Videoqualität, doch hapert es an der Ausstattung. Noch mehr Geld spart, wer auf HD-Video verzichtet und sich mit Standardauflösung zufrieden gibt. Canon Legria FS306 ist in der Videoqualität kaum schlechter als mancher teurere HD-Camcorder.

  im Gesamturteil, Video und Ton – damit empfiehlt sich der Canon Legria HF S21 (1169 Euro) als Testsieger. In der Videoqualität folgen bei den Camcordern mit Festspeicher Samsung HMX-S15 (1000 Euro) und Sony HDR-CX305E (740 Euro), bei den Modellen mit Festplatte Panasonic HDC-HS700 (1270 Euro) und Sony HDR-XR550VE (1420 Euro). Wer weniger ausgeben möchte, kann den SD-Camcorder Canon Legria FS306 für 250 Euro wählen.

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