Rastede „Alles im Lot“ rund um den Ellernteich: Dieses Fazit zog am Freitagabend trotz Regens und kalten Windes der Vorsitzende des Verkehrsvereins Rastede, Lars Blohm, nach dem traditionellen Ellernrundgang mit geladenen Gästen – im Vorfeld des abendlichen Ellernmahls, das erstmals im „Residenzhotel Zum Zollhaus“ stattfand und auch dazu dient, den Aktiven und den Förderern des Ellernfestes zu danken. Musikalisch begrüßt wurden die Spaziergänger am Schwanenhügel von der Jagdhornbläsergruppe Rastede-Süd.

Der Rundgang zeigt traditionell schon im Frühjahr: Rastede bewegt sich stetig aufs Ellernfest im Spätsommer zu. Die 41. Auflage (8. bis 10. September) ist in Vorbereitung – und Blohm gab beim Ellernmahl mit mehr als 130 geladenen Gästen einige erste „Häppchen“ des Programms bekannt. So ist am Freitagabend wieder eine Disco mit Radio Bremen Energy geplant. Für den Samstagabend ist wieder ein Schlagerabend in Vorbereitung. „Tim Toupet“, der singende Kult-Friseur aus Köln, Christine Stark und die „Schlagermafia“ sollen das Ellernfest rocken. Blohm kündigte zudem bereits eine große Gewerbeschau an – unter dem Motto „Herbstmesse – Gutes liegt so nahe“.

Zuvor hatte der Verkehrsvereinsvorsitzende unter anderem die beiden stellvertretenden Landräte Rüdiger Kramer und Torsten Wilters, Bürgermeister Dieter von Essen, Ehrenbürgermeister Dieter Decker, den Ellernredner 2016 Justin Hibbeler sowie den stellvertretenden Bürgermeister Ovelgönnes und stellvertretenden Landrat der Wesermarsch, Dieter Kohlmann, sowie die diesjährige Gastrednerin Dr. Claudia Thoben begrüßt. Sie nahm erstmals am Ellernmahl teil.

Sie berichtete, wie Rastede zur Sommerresidenz des Hauses Oldenburg wurde und verwies in diesem Zusammenhang auf Peter Friedrich Ludwig, der im Jahr 1777 das heutige Schloss aus Privatbesitz erwarb und umbaute. Zu jener Zeit regierte sein Onkel Herzog Friedrich August. Den umliegenden barocken Garten verwandelte Peter Friedrich Ludwig in den folgenden Jahren in einen englischen Landschaftsgarten. Insgesamt war so der Grundstein zur Sommerresidenz des Hauses Oldenburg gelegt. 1785 wurde Peter Friedrich Ludwig Nachfolger seines Onkels. Als Sommersitz für seinen Sohn Paul Friedrich August kaufte er im Jahr 1822 ebenfalls aus Privatbesitz das dem Schloss gegenüberliegende Anwesen – und baute es zum „Erbprinzenpalais“ um. Aber es war sein Sohn Nikolaus Friedrich Peter, der dem Palais sein heutiges Erscheinungsbild gab. 1882 wurde es aufgestockt, und ist seitdem durch sein markantes Kuppeldach gekrönt.

Paul Friedrich August ließ mehrere Teiche im Schlosspark anlegen, nicht zuletzt auch den Ellernteich, und schuf so die Rasteder „Teichlandschaft“. In den Sommermonaten genoss die herzogliche Familie hier den Rückzug ins Private und Spaziergänge und Kutschfahrten im Park.

Mit dem Bau der Eisenbahnstrecken von Oldenburg über Rastede nach Heppens (1867) und von Oldenburg über Loy nach Brake (1896) erlebte Rastede um die Jahrhundertwende einen wahren Aufschwung und entwickelte sich zu einem beliebten Ausflugsziel.

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