RASTEDE Jedes Jahr am 27. Januar gedenkt die Stadt Nienburg der Opfer des Nationalsozialismus. Wie bereits im Vorjahr nahm die Arbeitsgemeinschaft „Für den Frieden“ an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Rastede an der Gedenkveranstaltung im dortigen Rathaus teil.

Ronja Oltmanns, Regina Kalysch, Melf Uhrig, Tomke Oltmanns und Patrick Richter präsentierten den 80 Gästen die szenische Lesung „Die Sinti-Kinder von der St. Josephspflege in Mulfingen“. Anhand von Originalzitaten, eigenen Kommentaren und Filmausschnitten dokumentierten sie die Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma durch die deutschen Faschisten am Beispiel von 39 Kindern der Minderheit. Am Ende der Lesung entzündeten sie für jedes der Kinder, die aus dem Kinderheim nach Auschwitz deportiert und dort ermordet worden waren, eine Kerze und hielten zusammen mit dem Publikum in einer Minute des Gedenkens inne.

Der Höhepunkt der Gedenkveranstaltung war der Vortrag Ceija Stojkas. Die Romni überlebte die Konzentrationslager Auschwitz, Ravensbrück und Bergen-Belsen. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft nutzten die Gelegenheit zu intensiven Gesprächen. Besonders mit Ceija Stoika tauschten sie sich lange aus. Die Österreicherin sagte zu, bald nach Rastede zu kommen. Bereits in den nächsten Wochen zeigt die Arbeitsgemeinschaft Stoikas Ausstellung über ihre Erfahrungen in der Zeit des Nationalsozialismus.

Im Mai 2008 wird auch der Schriftsteller Michail Krausnick ein zweites Mal aus seinen Büchern über die Situation der Sinti und Roma lesen.

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