Delfshausen /Südbäke Im zweiten Akt des Stückes „De Schüttenkönig“, mit dem der Heimatverein Südbäke am Freitagabend Premiere im Dorfkrug in Delfshausen hatte, ist Knecht Otto Schmidt (Henning Pieper) der Knaller. Er lässt eine Schote, einen Witz, einen Gag nach dem anderen raus, so dass der Applaus kaum unterbrochen wird.

Otto legt nicht viel Wert auf Körperpflege und hält sich dadurch die „Wiever“ vom Hals. Als er dann doch Gefallen an Britta Niehaus (Tomke Bloy) findet, überwindet er sich und sucht nach Wasser. Die nächste Blumenvase ist nicht weit und damit ausreichend Wasser vorhanden, um seine Füße zu waschen. Allein diese Szene lässt den Saal rocken. Den beiden selbst ernannten alten Jungfern Gesche (Marianne Hinkelmann) und Rieke Witt (Elke Westerholt-Bloy) erklärt er anhand von zwei frischen Tafeln Schokolade den Unterschied zwischen einer Frau und einer alten Jungfer: Die erste Tafel schmeckt so richtig lecker und man genießt sie. Die zweite Tafel bleibt liegen und liegen und liegen. Bis keiner mehr ran will. Die beiden sollen jetzt für sich entscheiden, welche Tafel Schokolade sie darstellen. Aber wie kommt Otto nun an Britta ran, nachdem er sich die Füße gewaschen hat? Bauer Jens Hinrichs (Frank Engelbart) empfiehlt ihm, sich ganz cool mit Sonnenbrille und allerhand sportlichem Outfit aufzupeppen. „So mögen de Wiever dat“. Britta lacht sich kaputt, als sie Otto sieht. Elke Büsing (Anke Hinrichs), die Frau vom Landwirt, empfiehlt ihm aber, sich ganz romantisch zu geben und ihr ein Gedicht zu schreiben. Nun ist sein Intellekt nicht sehr ausgeprägt, was er auch weiß. Aber mit: „Es grönt so schön de Natur und ich leev di ganz pur“ plus einer roten Rose gewinnt er das Herz von Britta.

Ja, um den „Schüttenkönig“ rangen sich so allerhand Geschichten. Wie im richtigen Leben ist es auch in Delfshausen wieder schwer, jemanden zu finden, der dieses Amt übernehmen möchte. Auch der Bürgermeister (Renke Meinen) ist verzweifelt, hat aber ein noch größeres Problem mit seinen Glocken – was für Verwirrung sorgt. „Wir wussten nicht, dass es den Glocken vom Bürgermeister so schlecht geht“, verkünden Rieke und Geesche. Diese sollen von Frau Dr. Lena Aldag (Anika Kuck) untersucht werden. Als sie erläutert, dass sie das mittels eines kleinen Hämmerchens macht, greifen die Herren automatisch dorthin, wo es besonders weh tut. Jens Hinrichs, 1. Brudermeister der Schützenbruderschaft, sein Freund Krischan Möller (Sven Pehrson) und sein Knecht Otto jedenfalls wollen den Königsvogel manipulieren, damit dieser beim sechsten bis zehnten Schuss herunterfällt und sich so ein Schützenkönig findet. Aber dann läuft alles schief, was nur schieflaufen kann . . .

In „De Schüttenkönig“ ist die Erotik so richtig nett und witzig verpackt – gut gemacht. „Schon bei der Generalprobe habe ich mich kaputtgelacht“, sagte dazu bereits eine Besucherin an der Kasse.

Das Stück ist noch zweimal zu sehen: am Freitag, 15. März, und am Samstag, 16. März, jeweils um 20 Uhr. Wenige Restkarten gibt’s noch unter Telefon   0 44 02/77 27 im Dorfkrug in Delfshausen.

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