BREMEN Die Zeiten der taktischen Spielchen beim Bremer Sechstagerennen (13. bis 18. Januar) sind endgültig vorbei. Bei der 47. Auflage der Traditionsveranstaltung, die an diesem Donnerstag von der Popsängerin Nena („99 Luftballons“) gestartet wird, sind die Alleskönner auf dem Rennrad gefragt. Erstmals wird in der Bremen-Arena gemäß des olympischen Programms gefahren. Jeden Abend messen sich die 24 Profis auf der 166 Meter langen Holzbahn im Omnium. Hinzu kommen die Jagden.

„Ein Omnium ist ein Mehrkampf, der alle Disziplinen des Bahnsports kombiniert“, erläutert Doppel-Olympiasieger und Favorit Robert Bartko: „Es beinhaltet sowohl den Sprint als auch das Zeitfahren und die Ausdauerdisziplinen.“ „Dadurch wird das Rennen spannender“, sagt der Sportliche Leiter Patrick Sercu. „Und für die Zuschauer interessanter“, ergänzt Bartko.

Bisher konnten sich die Teams die für die Gesamtwertung wichtigen Bonusrunden nur in den Jagden herausfahren. Nun bekommen auch die Tagessieger der Zeitfahrwettbewerbe (Rundenrekordfahren, 500 und 1000 Meter) eine Runde gutgeschrieben. Das ist gut für die Sprintspezialisten und schlecht für die nicht so schnellen Fahrer. „In den Jagden kann man mit Auge und Erfahrung viel gut machen“, sagt Bartko: „Im Zeitfahren zählt nur die reine Kraft – also der Schnellste gewinnt.“

Heiße Anwärter auf den Sieg sind deshalb auch Danny Stam und Leon van Bon. Das niederländische Duo gewann in der Nacht zu Mittwoch die Sixdays von Rotterdam. Chancen rechnen sich auch die jungen Deutschen Eric Mohs und Marcel Barth (beide 24) aus. Vor allem Mohs, der zuletzt den Bremer Rundenrekord pulverisierte, hofft durch die Regeländerung auf mehr Rundengewinne.

Franco Marvulli, der 2010 an der Seite von Bruno Risi gewann, startet geschwächt. In Rotterdam zwang ihn eine Magenverstimmung zur Aufgabe. Mit seinem Schweizer Landsmann Alexander Aeschbach greift er aber wieder an.

Und dann wäre da noch Bartko, der wohl mit dem Berliner Robert Bengtsch antritt. Sein eigentlicher Partner Iljo Keisse (Belgien) erhielt wegen einer Dopingsperre keine Starterlaubnis. Dass er als 35-Jähriger bei den Sprints Probleme bekommen könnte, weist er von sich: „Ich komme vom Zeitfahren. Das ist also kein Nachteil für mich.“

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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