Kabul Mehrere tausend Menschen haben am Dienstag in Kabul gegen den Lynchmord an einer Frau demonstriert. Die 27-jährige Religionsstudentin war vergangene Woche fälschlich beschuldigt worden, einen Koran verbrannt zu haben und von einer Menge erschlagen worden. Der Protestmarsch am Dienstag war nach Angaben der Veranstalter mit rund 3000 Teilnehmern die größte Demonstration in der Geschichte Kabuls. Die Demonstranten - Männer und Frauen aller Altersgruppen - forderten „Gerechtigkeit für Farchunda“ und „Tod den Mördern“.

Nach Angaben der Polizei wurden 18 Personen verhaftet, 13 Polizeibeamte wurden zudem vom Dienst suspendiert. Die Demonstranten forderten eine Bestrafung von Beamten und Geistlichen, die die Ermordung der jungen Frau als gerechtfertigt bezeichnet hatten, falls sie tatsächlich einen Koran verbrannt habe.

Anwesende Polizisten hatten den Angaben zufolge am vergangenen Donnerstag einen Mob nicht davon abhalten können, die Frau totzuschlagen, anzustecken und anschließend in den Fluss Kabul zu werfen.

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