Der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand, Michael Fuchs (CDU), hat ein Faible für Julia Roberts. Diese „große Schauspielerin“, so Fuchs in Berlin, habe in einem ihrer Filme auch die Beziehung von Union und SPD in der Großen Koalition treffend beschrieben. Der Titel laute: „Der Feind in meinem Bett“.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat eine Vorliebe für den Kabarettisten Mathias Richling, der die Ministerin gern parodiert. Richling sei einer der begabtesten Kabarettisten, lobte Schmidt am Montagabend in einer TV-Sendung. „Ich finde das einfach toll“, sagte sie. Auch politisch findet die Ministerin es nützlich, wenn sie parodiert wird. Richling spreche ja auch Probleme des Gesundheitswesens an. Das sei die beste Werbung, die sie denken können. Kennengelernt habe sie Richling in Berlin bei einem Abendessen, noch bevor er sie parodiert habe.

Eberhard Gienger (57), CDU-Bundestagsabgeordneter und Ex-Kunstturner aus Ludwigsburg bei Stuttgart, versucht auch während seiner Abgeordnetenarbeit Sport zu treiben. Anders als viele andere Abgeordnete trägt Gienger keinen mehr oder weniger voluminösen Bauch gemächlich von Termin zu Termin. Der gertenschlanke ehemalige Reck-Weltmeister („Gienger-Salto“) benutzt in den weitläufigen Bundestags-Gebäuden gern schon einmal einen Roller. Mit dem saust er dann an den gemächlichen Ranzenträgern vorbei.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit ist nach seinem Mitwirken in der Kinokomödie „Alles auf Zucker“ im Jahr 2004 erneut vor die Filmkamera getreten. Der SPD-Politiker spielte sich selbst in dem Dokumentarfilm „In Berlin“ von Michael Ballhaus und Ciro Capellari. Der Streifen hatte am Montagabend im Berliner Cubix-Kino am Alexanderplatz Premiere. Zu den Premierengästen gehörte auch Wowereits Lebensgefährte Jörn Kubicki. Ihm entfleuchte der Satz des Abends. Darauf angesprochen, ob Wowereit nach seinem zweiten Kinofilm inzwischen Starallüren an den Tag lege, grinste Kubicki: „Nicht mehr als vorher.“

FDP-Partei- und Fraktionschef Guido Westerwelle fühlt sich zwar von CDU-Chefin Angela Merkel ungerecht behandelt und schimpft auch schon einmal lautstark über die Kanzlerin. Das ändert aber nichts daran, dass die Union nach der Bundestagswahl im September sein Wunschpartner für eine gemeinsame Regierung ist. Am Mittwochmorgen vertraute Westerwelle Journalisten in Berlin an: „Wenn am Abend des 27. September die FDP 14 Prozent hat und die Union 36 Prozent, dann bewerbe ich mich mit ,Freude, schöner Götterfunken‘ bei Deutschland sucht den Superstar.“ Ist das nun verlockend oder abschreckend?

Olaf Reichert

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