BERLIN Die bekannte Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig, die sich vor kurzem das Leben nahm, hat in einem Buch massive Anstrengungen im Kampf gegen kriminelle arabische Großfamilien gefordert. In „Das Ende der Geduld“, das am 26. Juli erscheint, beschreibt sie eine Drogenmafia, die gezielt Kinder und Jugendliche aus palästinensischen Flüchtlingslagern nach Deutschland schleuse.

Die jungen Männer würden hier bei arabischen Großfamilien untertauchen und als Drogendealer angelernt, heißt es in dem Auszug, den das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ vorab druckte. Der neueste Trend der Banden sei es, Jugendliche unter 14 Jahren heranzuschaffen, da sie strafunmündig seien. Die arabische Mafia habe den Handel mit Hartdrogen fest in der Hand. Heisig schrieb, bei der Einreise müsse etwa viel konsequenter kontrolliert werden. „Was gegenwärtig geschieht, ist, wie in so vielen Bereichen, blankes Wegsehen und Herumlavieren.“

Die 48-jährige Heisig war Anfang Juli nach mehrtägiger Suche tot in einem Wald im Norden Berlins entdeckt worden. Wenige Tage zuvor, am 28. Juni, hatte Heisig letzte Korrekturen zu ihrem Erfahrungsbericht über den Kampf gegen jugendliche Kriminelle durchgegeben. Es war der Tag, an dem die Juristin das letzte Mal lebend gesehen wurde. Über die Gründe für ihren Tod gibt es nur Spekulationen.

Die Richterin hatte das Neuköllner Modell initiiert, wonach jugendliche Straftäter nach einem Delikt schnell und nicht erst Monate später bestraft werden sollen, um erzieherische Wirkung zu erreichen. Damit war sie bundesweit bekanntgeworden. Seit Juni gilt das Projekt in ganz Berlin.

Nach ihren Erkenntnissen, so schrieb Heisig, gibt es bundesweit zehn bis zwölf arabische Großfamilien, die einige tausend Menschen umfassen. „Eine Großfamilie bringt es ohne Probleme auf Hunderte polizeilicher Ermittlungsverfahren.“ Die Clans lebten ausschließlich nach ihren Gesetzen, die Kinder würden weitgehend unkontrolliert in kriminellen Strukturen aufwachsen. Die männlichen Mitglieder seien massiv zu Gewalt bereit. Die Wahrung der Familienehre sei oberstes Gebot: „Wer die eigenen Leute an die Deutschen verrät“, riskiere sein Leben.

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