London Die Wahl in Großbritannien hat für Premierministerin Theresa May nicht das gewünschte Ergebnis erbracht. Und es ist nicht nur der unerwartete Verlust der absoluten Mehrheit im Unterhaus, es steht den Bürgern im Vereinigten Königreich nun eine schwierige Regierungsbildung bevor, möglicherweise werden Neuwahlen die Folge sein. Wer freilich glaubt, dass das Wahlergebnis ein Menetekel für die Brexit-Befürworter ist, greift zu kurz.

May, die auf eine stabile parlamentarische Mehrheit als Basis für erfolgreiche Brexit-Verhandlungen gesetzt hatte, sind auch innenpolitische Entwicklungen zum Verhängnis geworden. Die innere Sicherheit hat offenbar bei der Wahlentscheidung eine Rolle gespielt, hat die Premierministerin als vormalige Innenministerin doch Personalabbau im Sicherheitsapparat zu verantworten. Und offenbar gab es bei den Sicherheitsbehörden auch Hinweise auf bevorstehende Terroranschläge, denen nicht konsequent nachgegangen wurde.

Erstaunlich ist das Erstarken der Labour-Party, deren linker Chef Jeremy Corbyn fast schon abgeschrieben war. So schaut die Europäische Union weiter auf ein in Sachen Austritt gespaltenes Land, dessen politische Führerin kein eindeutiges, zumindest kein starkes Mandat für die Austrittsverhandlungen hat.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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