Berlin /Dresden Das nach nur einer Stunde abgebrochene Treffen zwischen AfD-Chefin Frauke Petry und dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Aiman Mazyek, hat ein parteiinternes Nachspiel. AfD-Vize Alexander Gauland will Petry wegen des von ihr abgebrochenen Gesprächs zur Rede stellen.

Bei dem Treffen zwischen Mazyek und Petry sei einiges schiefgelaufen, sagte Gauland. „Jeder gute Verhandlungsführer weiß, dass man in ein Gespräch nicht mit unerfüllbaren Bedingungen hineingehen kann“, fügte er hinzu. Dies lasse nur den Schluss zu, dass es Petry „in erster Linie um etwas anderes als einen echten Dialog gegangen sein muss“. Ein ernst gemeintes Gesprächsangebot sollte man aber entweder mit Ernsthaftigkeit erwidern oder es gar nicht erst annehmen.

Ärger droht Petry auch von anderer Seite. Die Staatsanwaltschaft Dresden nahm Ermittlungen wegen des Verdachts auf Meineid und uneidliche Falschaussage gegen die AfD-Chefin auf. Da Petry auch Abgeordnete des sächsischen Landtags ist, sei das Parlamentspräsidium entsprechend informiert worden, sagte Oberstaatsanwalt Lorenz Haase. Petry wird beschuldigt, Ende 2015 vor dem Wahlprüfungsausschuss des Landtags falsche Angaben gemacht zu haben. Dabei ging es unter anderem um Darlehen, die ihre Partei von den Mitgliedern zur Wahlkampffinanzierung eingefordert haben soll.

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