BERLIN BERLIN - Toyota fordern, BMW fahren: In der Debatte um das „richtige“ Auto klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander – bei den Grünen, aber auch bei der Regierung. Unter Klimaschutzaspekten ein „Renner“ seien Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieb, warb Grünen-Chef Reinhard Bütikofer. „Leute, kauft Hybrid-Autos von Toyota!“, setzte Parteifreundin Renate Künast noch eins drauf. Doch die Politiker der Öko-Partei lassen sich selbst keineswegs in einem Toyota zu ihren Terminen fahren – Bütikofer und Co-Parteichefin Claudia Roth bevorzugen einen 530er BMW. Die bringen es auf 231 PS, verbrauchen auf 100 Kilometer 6,7 Liter – und sind mit 231 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer ein ganzes Stück von der EU-Richtgrenze von 130 Gramm entfernt.

Als Künast selbst noch Verbraucherschutzministerin war, nutzte sie einen Audi A8 als Dienstwagen. CO2-Ausstoß: 223 Gramm. Immerhin: Als Fraktionschefin hat Künast heute gar keinen eigenen Dienstwagen.

Auch der Berliner CDU-Fraktionschef Friedbert Pflüger hatte sich für den Kombi-Antrieb stark gemacht: Wer Hybrid-Autos nutzt, soll kostenlos parken, so sein Vorschlag. Pflüger selbst dürfte es nicht: Sein Dienstwagen ist ein Audi A6, – CO2-Ausstoß je nach Version zwischen 169 und 262 Gramm.

Nach einer Recherche der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ist auch die Bundesregierung wenig vorbildlich. Mit 240 Gramm CO2 belasten die Minister mit ihren Dienstwagen demnach durchschnittlich die Umwelt.

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