Washington Der Shutdown der US-Regierung geht am Dienstag in die zweite Woche, ohne dass sich eine Lösung abzeichnet. Auch im Tauziehen um eine Erhöhung des Schuldenlimits sind die Fronten starr. Es gibt einige mögliche Szenarios für die Entwicklung in den kommenden Tagen, aber in allen Fällen müssten hohe Hürden beseitigt werden:  Republikaner lenken ein Der republikanische Präsident des Abgeordnetenhauses, John Boehner, könnte versuchen, Gesetze für einen Übergangshaushalt und zur Anhebung des Schuldenlimits in der Kongresskammer durchzubringen. Er müsste dazu in Kauf nehmen, dass er viele Konservative in seiner 232-köpfigen Fraktion verärgert und wäre stark von demokratischen Stimmen abhängig. Einen solchen Schritt hat Boehner Anfang des Jahres getan, um den Opfern des Monstersturmes „Sandy“ finanzielle Hilfen zukommen zu lassen. Aber diesmal könnte ihn das den Posten als Präsident des Abgeordnetenhauses kosten.   Beide Seiten geben nach Die Demokraten könnten Zugeständnisse machen, um Boehner zu helfen, eine knappe Mehrheit seiner Republikaner im Abgeordnetenhaus für sich zu gewinnen. Zum Beispiel könnten sie eine Steuer auf medizinische Geräte streichen, die zur Mitfinanzierung von Obamas Gesundheitsreform dienen soll und an der sich die Republikaner stoßen. Eine Möglichkeit wäre auch grünes Licht für eine Ölpipeline quer durch das Land. Aber Obama hat immer wieder betont, dass er sich nicht erpressen lassen werde.  Der große Deal Der politische Stillstand in Washington hat einen möglichen überparteilichen Deal, eine Übereinkunft über ein Bündel von größeren Haushaltsfragen, wieder ins Gespräch gebracht. Dazu müssten Republikaner höheren Steuern für die Reichen zustimmen, was sie vehement ablehnen. Die Demokraten wiederum müssten Einsparungen bei den Renten und bei Medicare, der Krankenversicherung für Senioren, akzeptieren. Das ist bisher für viele Demokraten tabu.  Obama lenkt ein Viele republikanische Abgeordneten sagen voraus, dass der Präsident einlenken wird, um eine Zahlungsunfähigkeit der USA zu verhindern. Sie verweisen auf vergangene Konzessionen, etwa als es Ende vergangenen Jahres darum ging, Steuererhöhungen für die Mittelschicht abzuwenden. Um das zu erreichen, milderte Obama seine Forderung nach höheren Abgaben für die Reicheren ab. Demokraten glauben indessen, dass Obama diesmal nicht nachgeben wird.  USA zahlungsunfähig Beharren beide Seiten auf ihren Positionen, scheint das unausweichlich. Die wirtschaftlichen Folgen und die Reaktion der Öffentlichkeit könnten dann den Kongress vielleicht dazu bringen, das Schuldenlimit in aller Eile anzuheben und wieder damit anzufangen, die Rechnungen zu bezahlen.

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